Unter Mozarts 30 Serenaden ist die Gran Partita ein Ausnahmewerk: mit 50 Minuten dauert sie länger als jede Sinfonie des Komponisten und mit zwölf Holzbläsern und einem Kontrabass ist sie deutlich größer besetzt als normale »Harmoniemusiken«, mit denen sich wohlhabende Adelige im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert open air unterhielten. Kaprizierten sich Harmoniemusiken sonst auf Opernpotpourris, so baut Mozart in seiner Gran Partita einen musikalischen Weltspiegel auf, der Sinfonisches und Kammermusikalisches, Volkstümliches und Kunstvolles, Theatralisches und Intimes verdichtet zusammenbringt.
1795 komponierte Haydn in London die Sinfonie mit dem Paukenwirbel; es ist seine vorletzte Sinfonie. Sie beginnt – höchst ungewöhnlich – wie der Beiname schon, sagt mit einem Paukenwirbel. Darunter steht in den Noten »Intrada«, was soviel bedeutet wie »Einzugsmusik für eine hochrangige Person«. In Haydns Sinfonie betritt die Musik selbst die Bühne und erobert mit all den ihr zu Verfügung stehenden Mitteln nach und nach das Terrain. »Alles scheint einfach bei Haydn, weil seine Kunst unendlich ist« resümierte ein zeitgenössischer Kritiker nach der Uraufführung.
Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade B-Dur KV 361 Gran Partita
Joseph Haydn: Sinfonie Es-Dur Nr. 103 Hob I:103 Mit dem Paukenwirbel – 11. Londoner Sinfonie
2. Sonntagskonzert
Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn
Dirigent: Marco Comin
Dauer: 2 Stunden
Unter Mozarts 30 Serenaden ist die Gran Partita ein Ausnahmewerk: mit 50 Minuten dauert sie länger als jede Sinfonie des Komponisten und mit zwölf Holzbläsern und einem Kontrabass ist sie deutlich größer besetzt als normale »Harmoniemusiken«, mit denen sich wohlhabende Adelige im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert open air unterhielten. Kaprizierten sich Harmoniemusiken sonst auf Opernpotpourris, so baut Mozart in seiner Gran Partita einen musikalischen Weltspiegel auf, der Sinfonisches und Kammermusikalisches, Volkstümliches und Kunstvolles, Theatralisches und Intimes verdichtet zusammenbringt.
1795 komponierte Haydn in London die Sinfonie mit dem Paukenwirbel; es ist seine vorletzte Sinfonie. Sie beginnt – höchst ungewöhnlich – wie der Beiname schon, sagt mit einem Paukenwirbel. Darunter steht in den Noten »Intrada«, was soviel bedeutet wie »Einzugsmusik für eine hochrangige Person«. In Haydns Sinfonie betritt die Musik selbst die Bühne und erobert mit all den ihr zu Verfügung stehenden Mitteln nach und nach das Terrain. »Alles scheint einfach bei Haydn, weil seine Kunst unendlich ist« resümierte ein zeitgenössischer Kritiker nach der Uraufführung.
Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade B-Dur KV 361 Gran Partita
Joseph Haydn: Sinfonie Es-Dur Nr. 103 Hob I:103 Mit dem Paukenwirbel – 11. Londoner Sinfonie