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Armin Kolarczyk, Bariton © Armin Kolarczyk, Bariton $copy;

Francesco Angelico © N. Klinger Francesco Angelico $copy; N. Klinger

6. Sinfoniekonzert I Karfreitagskonzert

Werke von Dallapiccola und Bruckner

Eintauchen in die Wiener Schule, inspirieren lassen von Schönberg und Webern, dann von Ferruccio Busoni, schließlich mit entschlossenem Zugriff die Zwölftontechnik gegen den Strich bürsten: So hat der Komponist Luigi Dallapiccola (1904–1975) der spröden Avantgarde aus Mitteleuropa einen freundlich südlichen Anstrich verpasst. Zwar gilt der in Pisino, Istrien, geborene Musiker als innovativer Schöpfer von Opern, doch seine filigranen Orchesterwerke überraschen gleichermaßen. 
Die sechste Sinfonie gehört zu den am seltensten gespielten Sinfonien Bruckners, denn sie ist eine seiner kühnsten und schwierigsten. Er selbst soll sie seine »Keckste« genannt haben. Nach der romantischen vierten Sinfonie und der pathetischen, architektonisch streng gehaltenen fünften folgt die sechste in ruhig heiterer Abgeklärtheit. Die Monumentalität der anderen Sinfonien, ihre leidenschaftliche Aufgewühltheit und ihre ekstatischen Entladungen sucht man hier vergeblich. Die sechste Sinfonie erscheint gleichsam als Versuch, die auseinanderstrebenden Tendenzen der beiden vorausgegangen Sinfonien auszugleichen. Gelegentlich hat man das Werk einen »Lobgesang auf die Schönheit der Erde« genannt und in Anlehnung an Beethovens sechste Sinfonie als »Bruckners Pastorale« bezeichnet.

Luigi Dallapiccola: Preghiere für Bariton und Kammerorchester
Anton Bruckner:
 Sinfonie Nr. 6 A-Dur

Aufführung
30.03.18, 20.00
Staatstheater Kassel, Friedrichsplatz 15, KasselHessen0561/1094222
Stadthalle