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7. Sinfoniekonzert

Werke von Richard Wagner, Henri Duparc und Hector Berlioz
Solist: Stephan Genz, Bariton | Dirigent: Patrik Ringborg
Dauer: 2 Stunden 15 Minuten

Henri Duparc beweist, dass man auch mit einem überaus schmalen Œuvre in die Musikgeschichte eingehen kann. Mit nur wenigen Werken sicherte er sich den Platz als einer der wichtigsten Komponisten des französischen Lieds. Maurice Ravel nannte sie kritisch-anerkennend »unvollkommen, aber doch Werke eines Genies«. Bereits im Alter von 37 Jahren endete die Komponisten-Karriere von Duparc wegen einer Nervenkrankheit. Der extrem selbstkritische Künstler zerstörte einen guten Teil seiner Kompositionen und ließ auch von seinen 1869 publizierten Liedern Opus 2 nur noch zwei gelten: Dazu gehört die zärtlich-intime, melancholische Chanson triste nach einem Text des Symbolisten Jean Lahor.
Die beiden Werke von Wagner und Berlioz verbindet ihre Nähe zum Musiktheater: so setzt Berlioz in seiner Symphonie fantastique  als Erster den Effekt einer »Musik hinter der Szene«, wie er sich in der Oper findet, im Konzertsaal ein. Berlioz schlägt mit diesem, in Besetzung, Form und Inhalt außergewöhnlichen Werk, eine neue Richtung in der Geschichte der Sinfonie ein. In zuvor nicht dagewesener Weise bringt sie außermusikalische Inhalte zum klingen – nicht zuletzt getrieben von den eigenen Gefühlen und Erlebnissen des Komponisten.
Auch Richard Wagner war ein Getriebener und mit keinem seiner Werke hat er sich so stark identifiziert, so nachhaltig beschäftigt wie mit dem Tannhäuser. Wie sein Titelheld war auch Wagner zerrissen zwischen unbändiger Sinnesfreude und freiem Schöpfertum einerseits und den herrschenden Gesellschaftsnormen und Moralvorstellungen andererseits. Schon in der Ouvertüre wird der Gegensatz zwischen Lust und Ideal erfahrbar; wie klein der Schritt vom Heilsversprechen der Pilgerchöre zur Ektase des Venusberges ist …

Richard Wagner: Ouvertüre und Bacchanale aus Tannhäuser
Henri Duparc: Vier Lieder für tiefe Stimme und Orchester
Hector Berlioz: Symphonie fantastique op. 14

Aufführung
14.05.12, 20.00

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