1804 bekam Ludwig van Beethoven eine deutsche Bearbeitung des Librettos »Léonore ou L’Amour conjugal« von Jean Nicolas Bouilly in die Hände. Sofort entschloss er sich, daraus eine Oper zu machen. Das Werk wurde – zunächst unter dem Titel Leonore, dann als Fidelio – bereits ein Jahr später in Wien aufgeführt. Da ihm jedoch anfangs kein Erfolg beschieden war, nahm der Komponist zahlreiche Änderungen vor. So existieren allein vier Ouvertüren: Die erste wurde noch vor der Uraufführung verworfen, die zweite erklang bei der Premiere und die dritte wiederum erhielt soviel Gewicht, dass Beethoven sie für ein Opernvorspiel unpassend fand und eine vierte komponierte.
Ein Witz, der vom Himmel gefallen war? So kam Hector Berlioz, Komponist des Fantastischen und Bizarren und außerdem geistreicher Musikschriftsteller die Musik von Beethovens achter Sinfonie vor: Die Achte klingt, als sei Beethoven, der ja bei Haydn Unterricht genommen hatte, noch einmal bei der Musik des 18. Jahrhunderts in die Schule des musikalischen Witzes gegangen. Und so sprüht die Sinfonie vor Originalität und Witz im Detail und lässt für ihn ungewohnt leise Töne erklingen. Die ersten Hörer wussten kaum, wie ihnen geschah …
Auch Tschaikowskys Violinkonzert war anfangs kein großer Erfolg vergönnt: Eduard Hanslick hinterließ der Nachwelt die harschen Worte bei Tschaikowskys Violinkonzert handele es sich »um Musik (…), die man stinken hört«. Heute jedoch kann davon keine Rede mehr sein, das Konzert gehört zusammen mit dem Brahms‘schen Violinkonzert zu den beliebtesten Werken der gesamten Gattung.
Ludwig van Beethoven: Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 C-Dur op. 72a
Peter Iljitsch Tschaikowsy: Violinkonzert D-Dur op. 35
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93
8. Sinfoniekonzert
Werke von Ludwig van Beethoven und Peter Iljitsch Tschaikowsky
Solist: Razvan Hamza, Violine | Dirigent: Patrik Ringborg
Dauer: 2 Stunden
1804 bekam Ludwig van Beethoven eine deutsche Bearbeitung des Librettos »Léonore ou L’Amour conjugal« von Jean Nicolas Bouilly in die Hände. Sofort entschloss er sich, daraus eine Oper zu machen. Das Werk wurde – zunächst unter dem Titel Leonore, dann als Fidelio – bereits ein Jahr später in Wien aufgeführt. Da ihm jedoch anfangs kein Erfolg beschieden war, nahm der Komponist zahlreiche Änderungen vor. So existieren allein vier Ouvertüren: Die erste wurde noch vor der Uraufführung verworfen, die zweite erklang bei der Premiere und die dritte wiederum erhielt soviel Gewicht, dass Beethoven sie für ein Opernvorspiel unpassend fand und eine vierte komponierte.
Ein Witz, der vom Himmel gefallen war? So kam Hector Berlioz, Komponist des Fantastischen und Bizarren und außerdem geistreicher Musikschriftsteller die Musik von Beethovens achter Sinfonie vor: Die Achte klingt, als sei Beethoven, der ja bei Haydn Unterricht genommen hatte, noch einmal bei der Musik des 18. Jahrhunderts in die Schule des musikalischen Witzes gegangen. Und so sprüht die Sinfonie vor Originalität und Witz im Detail und lässt für ihn ungewohnt leise Töne erklingen. Die ersten Hörer wussten kaum, wie ihnen geschah …
Auch Tschaikowskys Violinkonzert war anfangs kein großer Erfolg vergönnt: Eduard Hanslick hinterließ der Nachwelt die harschen Worte bei Tschaikowskys Violinkonzert handele es sich »um Musik (…), die man stinken hört«. Heute jedoch kann davon keine Rede mehr sein, das Konzert gehört zusammen mit dem Brahms‘schen Violinkonzert zu den beliebtesten Werken der gesamten Gattung.
Ludwig van Beethoven: Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 C-Dur op. 72a
Peter Iljitsch Tschaikowsy: Violinkonzert D-Dur op. 35
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93