© N. Klinger © N. Klinger

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Maske

Die Maskenbildner sind meistens die letzten, die ein Schauspieler oder Sänger vor seinem Auftritt um sich hat. Der letzte Strich in der Maske besiegelt gewissermaßen die Verwandlung des Künstlers von der Privatperson in die jeweilige Rolle.
Das erfordert vom Maskenbildner viel psychologisches Feingefühl, weil er ein genaues Gespür dafür entwickeln muss, ob ein Darsteller Konzentration und Ruhe haben will oder sich über irgendwas unterhalten möchte.
Darsteller und Maskenbildner verbringen für große, auffällige Masken oft sehr viel Zeit miteinander. Vor der Vorstellung kann das Schminken einer aufwändigen Maske durchaus eine Stunde oder mehr Zeit in Anspruch nehmen, z.B. wenn für eine Hexenmaske künstliche Gesichtsteile oder Glatzen geklebt und überschminkt werden müssen.
Interessanterweise denken die meisten Menschen, dass man als Maskenbildner am Theater erst abends zu arbeiten anfängt, wenn die Darsteller zum Schminken für die Vorstellung kommen. Tatsächlich ist es so, dass Theatermaskenbildner sämtliche Ausstattungsarbeiten, die für bestimmte Maskenbilder gebraucht werden, tagsüber in ihrer Werkstatt selbst anfertigen. Dieser Teil der Arbeit macht mindestens 50 Prozent der Arbeitszeit aus.
Die Maskenbesprechung für eine Produktion findet idealerweise lange vor Probenbeginn statt, damit die Werkstattarbeitszeit ausreichend ist. Allein das Herstellen einer einzigen neuen maßgefertigten Perücke dauert mindestens 40 Stunden. Man muss sich klarmachen, was das bedeutet, wenn für eine große Opernproduktion z.B. der gesamte Chor Perücken tragen soll! Oder wenn in einer Schauspielproduktion mehrere Darsteller je vier bis fünf verschiedene Rollen spielen und der Rollenwechsel durch Perücken- und Kostümwechsel gezeigt wird.
Dabei sind die Perücken nur ein Aspekt eines sehr abwechslungsreichen Berufsbildes: Künstliche Gesichtsteile, abgeschlagene Köpfe, veränderte Hände z.B. durch verlängerte Finger, das Knüpfen von Bärten, Koteletten, Haarteilen, Tressieren und Kordeln von Zöpfen. Das Anfertigen von großen Tiermasken oder anderen tragbaren Fantasiemasken aus den unterschiedlichsten Materialien gehören dazu.
Für den Beruf braucht man genaue Kenntnisse über Anatomie, die Wirkung von Farben sowie Licht und Schatten, man muss sehr viele Arbeitstechniken mit Haaren beherrschen, in der Stilgeschichte bewandert sein, sich mit Materialkunde beschäftigen, man sollte zeichnen können und vor allem: Man sollte mit Menschen umgehen können.