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Michaela Klamminger © N. Klinger Michaela Klamminger $copy; N. Klinger

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Am Boden

von George Brant
Premiere: 15.09.2017, 20.15 Uhr | tif
Dauer: 1 Stunde 20 Minuten
Inszenierung: Markus Dietz
Bühne, Kostüme und Video: Michael Lindner
Musik: Ole Schmidt
Dramaturgie: Thomaspeter Goergen
Besetzung am 13.09.17, 20.15 Uhr

Michaela Klamminger

Besetzung am 15.09.17, 20.15 Uhr

Michaela Klamminger

Besetzung am 24.09.17, 20.15 Uhr

Michaela Klamminger

Besetzung am 29.09.17, 20.15 Uhr

Michaela Klamminger

Besetzung am 10.10.17, 20.15 Uhr

Michaela Klamminger

Besetzung am 19.10.17, 20.15 Uhr

Michaela Klamminger

Besetzung am 29.10.17, 20.15 Uhr

Michaela Klamminger

Besetzung am 05.11.17, 20.15 Uhr

Michaela Klamminger

Besetzung am 11.11.17, 20.15 Uhr

Michaela Klamminger

Besetzung am 26.11.17, 20.15 Uhr

Michaela Klamminger

Besetzung am 08.12.17, 20.15 Uhr

Michaela Klamminger

Besetzung am 16.12.17, 19.30 Uhr

Michaela Klamminger

Besetzung am 23.12.17, 20.15 Uhr

Michaela Klamminger

Besetzung am 29.12.17, 20.15 Uhr

Michaela Klamminger

Eine Frau, Kampfpilotin, wird Mutter. Ihr Traum vom Fliegen, ihre Sehnsucht nach Entgrenzung durch Tempo und Maschine, fällt zu Boden. Und siehe da, das Militär ist fürsorglich. Das Kind war zwar nicht geplant, eine biologische Befehlsverweigerung, aber – eine Mutter in eine F-16 setzen und Bomben werfen lassen, nein. Und so versetzen sie die Pilotin. An einen sehr unwirklichen Ort, in die Wüste nahe Las Vegas, dieser künstlichen Glitzermetropole des Glücksspiels. 8.000 km weg vom Krieg in Afghanistan sitzt die junge Frau fortan in zwölf-Stunden-Schichten an einem Computersystem, das eine Drohne steuert. Selbst ferngesteuert von »Leuten im Kopfhörer«, die »schuldig!« sprechen, ehe sie per Joystick tötet. Tagsüber im Krieg, abends Frau und Mutter – seien Sie ehrlich, klingt das nicht eigentlich gut? Geradezu human? Der böse alte Krieg mit den Panzern und Granaten, wie sauber erscheint dagegen dieser virtuelle Krieg, diese elegante Vervollkommnung der modernen westlichen Strategien, die gar kein Land mehr erobern, sondern nur noch überfliegen wollen, Luftangriffe führen, unberührt vom Staub und Dreck und Blut da unten. Unsichtbare Drohnen, schnell, präzise, chirurgisch, wie tödliche Insekten, die aus dem Nichts zuschlagen, ist dies nicht gerade für unsere Soldatin eine Entlastung? Denn die Hand, die abends das Kind in den Schlaf wiegt, sie hatte nur einen Joystick berührt, und an einem Joystick klebt doch kein Blut? Oder ist es gerade so, in diesem entsetzlichen und ob seiner Entsetzlichkeit preisgekrönten Monolog von George Brant, dass, wenn das Blut nur virtuell wird – es dann unendlich wird?

Vorstellungen
13.09.17, 20.15
15.09.17, 20.15
24.09.17, 20.15
29.09.17, 20.15
10.10.17, 20.15
19.10.17, 20.15
29.10.17, 20.15 Tickets
05.11.17, 20.15 Tickets
11.11.17, 20.15 Tickets
26.11.17, 20.15 Tickets
08.12.17, 20.15 Tickets
16.12.17, 19.30 Tickets
23.12.17, 20.15 Tickets
29.12.17, 20.15
Staatstheater Kassel, Friedrichsplatz 15, KasselHessen0561/1094222
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