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Constantin Trinks

Dirigent (Gast)

Constantin Trinks stammt aus Karlsruhe und begann am Badischen Staatstheater eine klassische Laufbahn als Repetitor und Kapellmeister. 2002 wechselte er an das Saarländische Staatstheater Saarbrücken, zunächst als Kapellmeister, von 2006 bis 2009 dann als kommissarischer Generalmusikdirektor.
Anschließend amtierte Constantin Trinks von 2009 bis 2012 Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt. Hier brachte er neben Neuproduktionen von Der Rosenkavalier, Aida, Die Meistersinger von Nürnberg und Parsifal auch den gesamten Wagner‘schen Ring des Nibelungen heraus.
Zum 100-jährigen Jubiläum der Uraufführung von Richard Strauss’ Rosenkavalier in der Semperoper Dresden markierte Constantin Trinks seine seither unaufhaltsam sich festigende Position eines internationalen Operndirigenten. Regelmäßig kehrte er seither an die Semperoper zurück, dirigierte dort die Neuproduktion zum Wagnerjubiläum 2013 und zum 150. Geburtstag der Uraufführung des Fliegenden Holländers, sowie Le Nozze di Figaro und Tannhäuser. Zwischen 2011 und 2014 dirigierte Trinks den Rosenkavalier ebenso bei den Münchener Opernfestspielen mit Renée Fleming, Anja Harteros oder Anne Schwanewilms in der Rolle der Marschallin.
Richard Wagner spielt eine gewichtige Rolle in Constantin Trinks’ Arbeit, der mit Ende Dreißig bereits den kompletten Wagner dirigiert hat: Die Bayreuther Festspiele engagierten ihn im Wagnerjahr 2013 für die Neuproduktion von Wagners Liebesverbot, was er im Mai 2016 auch an der Opéra National du Rhin in Straßburg dirigiert hat. Tannhäuser an der Deutschen Oper Berlin, der Semperoper und in Tokyo, Der fliegende Holländer in Zürich und in Dresden, Tristan und Isolde in Sofia sind weitere Beispiele jüngerer Zeit. Im Sommer 2017 folgte ein neuer Lohengrin am Nationaltheater Prag (Regie: Katharina Wagner) sowie die bulgarische Erstaufführung des Parsifal an der Nationaloper Sofia.
2017/2018 bringt dann weitere Wagner-Neuproduktionen: Den Ring des Nibelungen am Theater an der Wien sowie Tristan am Staatstheater Kassel.
Constantin Trinks steht international für große romantische Werke, doch macht er sich auch für Feinsinniges stark: 2012 debütierte er an der Staatsoper Hamburg mit Ariadne auf Naxos, dirigierte dort unter anderem auch Don Giovanni.
An der Bayerischen Staatsoper München erarbeitete er Arabella, Die Entführung aus dem Serail und Così fan Tutte, an der Oper Frankfurt Le Nozze di Figaro und in Zürich 2014 Brittens Kammeroper The Turn oft he Screw. An der Wiener Staatsoper debütierte Constantin Trinks 2014 mit Mozarts Zauberflöte, die er auch an der Opéra National de Paris im Mai 2015 in der Inszenierung von Robert Carsen vorstellte.
Das sinfonische Repertoire von Constantin Trinks zentriert sich um Robert Schumann: die 3. Sinfonie hat er im August 2014 mit den Düsseldorfer Sinfonikern im Concertgebouw Amsterdam dirigiert, ebenso war er mit Schumann in der Saison 2015/2016 den Bremer Philharmonikern, den Duisburger Philharmonikern, dem Seoul Philharmonic Orchestra und den Stuttgarter Philharmonikern zu hören.
2016 erfolgten weitere wichtige sinfonische Debüts beim Hongkong Philharmonic Orchestra, dem Malaysian Philharmonic Orchestra, Barcelona Symphony Orchestra, Vancouver Symphony Orchestra und bei den Münchner Philharmonikern, wo Trinks zum Jahreswechsel Beethovens 9. Sinfonie dirigiert hat.
2018 wird Constantin Trinks erstmals bei den Wiener Symphonikern und beim Orchestre Philharmonique de Radio France zu Gast sein, hier mit der von ihm überaus geschätzten Sinfonie des Bruckner-Schülers Hans Rott.
Zeitgenössisches und Entdeckungen bilden einen weiteren Schwerpunkt in Constantin Trinks’ Arbeit: Tan Duns The first Emperor und Lugi Nonos Intolleranza 1960 hat er in Saarbrücken dirigiert; im Januar 2015 erarbeitete er Hans Werner Henzes Alterswerk Gisela am Teatro Massimo in Palermo. Die Saison 2015/16 eröffnete Trinks mit der sehr erfolgreichen Neuproduktion von Marschners Hans Heiling im Theater an der Wien.
Für das Label ARS nahm Trinks Mozartarien für Countertenor auf und für Hänssler Profil mit der Staatskapelle Dresden Jaromír Weinbergers Oper Švanda dudák. Ebenfalls bei Hänssler erschien 2016 die Sinfonie von Hans Rott, die Trinks mit dem Mozarteumorchester Salzburg eingespielt hat.

Foto: Irène Zandel

In der Spielzeit 2017/18 am Staatstheater Kassel

Tristan und Isolde (Musikalische Leitung)