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Daniel Holzhauser

Bariton

Du holde Kunst

Wer kennt nicht diesen Anfang: »Fremd bin ich eingezogen, / fremd zieh´ ich wieder aus«. Bereits in den ersten Worten der Winterreise von Franz Schubert auf die ingeniösen Verse Wilhelm Müllers wird deutlich, wohin die Reise des imaginären Wanderers geht: hin zum eigenen, romantischen Ich, in die Negativität der Existenz, zur Tristesse des Daseins. Daniel Holzhauser ist vom Typus her ganz anders, und doch waren die Zuhörer berührt, als er – gemeinsam mit dem Pianisten Rudi Spring – den Liederzyklus interpretierte. Hier war eine Stimme, die mehr war als nur geschmeidig und schön; eine Stimme, die berührte und die etwas zu erzählen hatte. Wie enorm der Vorteil für einen Opernsänger sein kann, sich mit der Gattung Lied zu beschäftigen, haben zahllose Beispiele bewiesen; man denke nur an den Bariton Christian Gerhaher, dessen Gesang ja vor allem deswegen so bestechend ist, weil er die Oper vom Lied her denkt. Daniel Holzhauser folgt ihm, was das angeht, nach. Seine vokale Diktion ist klar, man versteht jedes Wort. Bewiesen hat es der Bariton mit der naturburschenhaften Ausstrahlung am Staatstheater Kassel schon in Orffs Musiktheater Der Mond, wo er den zweiten Burschen verkörperte. Seine Ausbildung ist nicht anders als profund zu nennen. Fünf Jahre lang war Daniel Holzhauser Mitglied des bayerischen Landesjugendchores und der bayerischen Singakademie. Beim Wettbewerb »Jugend musiziert«, der schon so viele Talente hervorgebracht hat, gewann er mehrfach erste Preise und war darüber hinaus Kulturförderpreisträger der Stadt und des Landkreises Landsberg/Lech. Nachdem ihn zunächst Marie Tremblay-Schmalhofer unter ihre Fittiche genommen hatte, begann er im Jahre 2010 ein Gesangsstudium bei Dominik Wortig am Leopold-Mozart-Zentrum und nahm an Meisterkursen bei Michael Nagy, Karl-Heinz Kammerlander und Frieder Bernius teil. Damit aber nicht genug: Von Rudi Spring, seinem späteren Schubert-Partner, ließ er sich in der Kunst der Liedbegleitung unterweisen. So gewappnet, betrat Daniel Holzhauser schließlich die Opernbühne. Erste Erfahrungen sammelte er am Theater Augsburg in Mike Svobodas Stück Erwin, das  Naturtalent, der Stückcollage Meeting Dido und als Ceprano in Rigoletto. Es folgten Engagements bei der Münchner Biennale und am Staatstheater Braunschweig, bevor Holzhauser schließlich den Weg nach Kassel fand. In der Spielzeit 2016/17 singt er hier unter anderem mehrere Partien in der deutschen Erstaufführung von Wolfgang Mitterers Kinderoper Schneewittchen.


 

Biografie Daniel Holzhauser studiert seit 2010 Gesang am Leopold-Mozart-Zentrum bei Prof. Dominik Wortig. Sein Studium begann er bei Marie Tremblay-Schmalhofer. Zusätzlich studiert er Kunstliedbegleitung bei Rudi Spring. Seine Gesangstechnik wurde in Meisterkursen von Michael Nagy, Prof. Karl-Heinz Kammerlander, Prof. KS Reinhard Leisenheimer und Prof. Frieder Bernius abgerundet. Im Rahmen des Studiums sammelte er bereits erste Bühnenerfahrungen am Theater Augsburg in Mike Svobodas Erwin das Naturtalent und Meeting Dido einer Collage aus Dido und Aeneas von Henry Purcell und Satyricon von Bruno Maderna. Der mehrfache erste Preisträger bei »Jugend musiziert« war 5 Jahre Mitglied des bayerischen Landesjugendchores und der bayerischen Singakademie und ist Kulturförderpreisträger der Stadt und des Landkreises Landsberg / Lech. In der Spielzeit 2012/13 sang Daniel Holzhauser die Rolle des 2. Soldaten in Erich Korngolds Violanta am Theater Augsburg. In der Spielzeit 2013/14 war er als Graf von Ceprano in Giuseppe Verdis Rigoletto am Theater Augsburg zu hören. Im Mai 2014 hatte er sein Debut bei der Münchner Biennale und dem Staatstheater Braunschweig mit der Uraufführung des Werkes Vivier. Ein Nachtprotokoll von Marko Nikodjevic. Im Januar 2015 führte er zusammen mit Rudi Spring die Winterreise von Franz Schubert auf. In Kassel war Daniel Holzhauser in der letzten Spielzeit als 2. Bursche im 11. TJO-Projekt Der Mond von Carl Orff sowie bei der Übernahme des Stückes ins Opernhaus zu erleben. Zur Spielzeit 2016/17 kam der junge Bariton als festes Mitglied ins Kasseler Opernensemble. In Die Großherzogin von Gerolstein übernahm er die Partie des Baron Puck, er sang Graf Paris in Roméo et Juliette und stand in Wolfgang Mitterers Kinderoper Schneewittchen gleich in drei Rollen auf der Bühne: als Jäger, Rupert und Königssohn. 2017/18 ist er in Andrea Chénier in zwei Rollen zu erleben: als Pietro Fléville und Fouquier Tinville. Außerdem singt er Schaunard in La Bohème, Adonis in Venus and Adonis und Steuermann in Tristan und Isolde. In der Wiederaufnahme von Die Zauberflöte gibt er darüber hinaus sein Debüt als Papageno.

 

Foto: Sebaestschen Photography

In der Spielzeit 2017/18 am Staatstheater Kassel

Andrea Chénier (Pietro Fléville, Novellist | Fouquier-Tinville, Ankläger )
Die Zauberflöte (Papageno)
La Bohème (Schaunard, Musiker)
Preludio – Vorspiel
Opernkonzert

Tristan und Isolde (Ein Steuermann)
Venus and Adonis (Adonis)