
Gualtiero, König von Sizilien : Igor Durlovski
Griselda, Königin, seine Gattin : Nina Bernsteiner
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : LinLin Fan / Runette Botha
Ottone, Edler des Reiches : Jürgen Appel
Corrado, Prinz von Apulien : Gideon Poppe
Roberto, jüngerer Bruder von Corrado : Ulrike Schneider
Everardo, Kind Griseldas und Gualtieros : Statisterie des Staatstheaters Kassel
Solocello: Manfred Schumann / Wolfram Geiss
Orchester: Staatsorchester Kassel
Statisterie: Statisterie des Staatstheaters Kassel
Gualtiero, König von Sizilien : Igor Durlovski
Griselda, Königin, seine Gattin : Nina Bernsteiner
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : LinLin Fan
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : Runette Botha
Ottone, Edler des Reiches : Jürgen Appel
Corrado, Prinz von Apulien : Gideon Poppe
Roberto, jüngerer Bruder von Corrado : Ulrike Schneider
Everardo, Kind Griseldas und Gualtieros : Statisterie des Staatstheaters Kassel
Solocello: Manfred Schumann
Orchester: Staatsorchester Kassel
Statisterie: Statisterie des Staatstheaters Kassel
Gualtiero, König von Sizilien : Igor Durlovski
Griselda, Königin, seine Gattin : Nina Bernsteiner
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : LinLin Fan
Ottone, Edler des Reiches : Jürgen Appel
Corrado, Prinz von Apulien : Gideon Poppe
Roberto, jüngerer Bruder von Corrado : Ulrike Schneider
Everardo, Kind Griseldas und Gualtieros : Statisterie des Staatstheaters Kassel
Solocello: Wolfram Geiss
Orchester: Staatsorchester Kassel
Statisterie: Statisterie des Staatstheaters Kassel
Gualtiero, König von Sizilien : Igor Durlovski
Griselda, Königin, seine Gattin : Nina Bernsteiner
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : Runette Botha
Ottone, Edler des Reiches : Jürgen Appel
Corrado, Prinz von Apulien : Gideon Poppe
Roberto, jüngerer Bruder von Corrado : Ulrike Schneider
Everardo, Kind Griseldas und Gualtieros : Statisterie des Staatstheaters Kassel
Solocello: Manfred Schumann
Orchester: Staatsorchester Kassel
Statisterie: Statisterie des Staatstheaters Kassel
Gualtiero, König von Sizilien : Igor Durlovski
Griselda, Königin, seine Gattin : Nina Bernsteiner
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : LinLin Fan
Ottone, Edler des Reiches : Jürgen Appel
Corrado, Prinz von Apulien : Gideon Poppe
Roberto, jüngerer Bruder von Corrado : Ulrike Schneider
Everardo, Kind Griseldas und Gualtieros : Statisterie des Staatstheaters Kassel
Solocello: Wolfram Geiss
Orchester: Staatsorchester Kassel
Statisterie: Statisterie des Staatstheaters Kassel
Gualtiero, König von Sizilien : Igor Durlovski
Griselda, Königin, seine Gattin : Nina Bernsteiner
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : LinLin Fan
Ottone, Edler des Reiches : Jürgen Appel
Corrado, Prinz von Apulien : Gideon Poppe
Roberto, jüngerer Bruder von Corrado : Ulrike Schneider
Everardo, Kind Griseldas und Gualtieros : Statisterie des Staatstheaters Kassel
Solocello: Manfred Schumann
Orchester: Staatsorchester Kassel
Statisterie: Statisterie des Staatstheaters Kassel
Gualtiero, König von Sizilien : Igor Durlovski
Griselda, Königin, seine Gattin : Nina Bernsteiner
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : Runette Botha
Ottone, Edler des Reiches : Jürgen Appel
Corrado, Prinz von Apulien : Gideon Poppe
Roberto, jüngerer Bruder von Corrado : Ulrike Schneider
Everardo, Kind Griseldas und Gualtieros : Elias Schuhmann
Solocello: Wolfram Geiss
Orchester: Staatsorchester Kassel
Statisterie: Statisterie des Staatstheaters Kassel
Gualtiero, König von Sizilien : Igor Durlovski
Griselda, Königin, seine Gattin : Nina Bernsteiner
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : LinLin Fan
Ottone, Edler des Reiches : Jürgen Appel
Corrado, Prinz von Apulien : Gideon Poppe
Roberto, jüngerer Bruder von Corrado : Ulrike Schneider
Everardo, Kind Griseldas und Gualtieros : Moritz Keil
Solocello: Wolfram Geiss
Orchester: Staatsorchester Kassel
Statisterie: Statisterie des Staatstheaters Kassel
Gualtiero, König von Sizilien : Igor Durlovski
Griselda, Königin, seine Gattin : Nina Bernsteiner
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : LinLin Fan
Ottone, Edler des Reiches : Jürgen Appel
Corrado, Prinz von Apulien : Gideon Poppe
Roberto, jüngerer Bruder von Corrado : Ulrike Schneider
Everardo, Kind Griseldas und Gualtieros : Elias Schuhmann
Solocello: Wolfram Geiss
Orchester: Staatsorchester Kassel
Statisterie: Statisterie des Staatstheaters Kassel
Gualtiero, König von Sizilien : Igor Durlovski
Griselda, Königin, seine Gattin : Nina Bernsteiner
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : LinLin Fan
Ottone, Edler des Reiches : Jürgen Appel
Corrado, Prinz von Apulien : Gideon Poppe
Roberto, jüngerer Bruder von Corrado : Ulrike Schneider
Everardo, Kind Griseldas und Gualtieros : Elias Schuhmann
Solocello: Manfred Schumann
Orchester: Staatsorchester Kassel
Statisterie: Statisterie des Staatstheaters Kassel
Gualtiero, König von Sizilien : Igor Durlovski
Griselda, Königin, seine Gattin : Nina Bernsteiner
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : LinLin Fan
Ottone, Edler des Reiches : Jürgen Appel
Corrado, Prinz von Apulien : Gideon Poppe
Roberto, jüngerer Bruder von Corrado : Ulrike Schneider
Everardo, Kind Griseldas und Gualtieros : Statisterie des Staatstheaters Kassel
Solocello: Wolfram Geiss
Orchester: Staatsorchester Kassel
Statisterie: Statisterie des Staatstheaters Kassel
Gualtiero, König von Sizilien : Igor Durlovski
Griselda, Königin, seine Gattin : Nina Bernsteiner
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : Runette Botha
Costanza, Prinzessin, beider Tochter : LinLin Fan
Ottone, Edler des Reiches : Jürgen Appel
Corrado, Prinz von Apulien : Gideon Poppe
Roberto, jüngerer Bruder von Corrado : Ulrike Schneider
Everardo, Kind Griseldas und Gualtieros : Statisterie des Staatstheaters Kassel
Solocello: Wolfram Geiss
Solocello: Manfred Schumann
Orchester: Staatsorchester Kassel
Statisterie: Statisterie des Staatstheaters Kassel
Griselda? Die nur scheinbar große Unbekannte findet man schon als Fabelheldin in Giovanni Boccaccios Il Decamerone. Sie hat Komponisten, Librettisten, Dramatiker betört und fasziniert, so wurde ihre Geschichte bis heute in Variationen erzählt und wiederholt vertont: Griselda, deren Arbeit es war, die Herde zu weiden, bis Gualtiero sie zur Königin von Sizilien an seiner Seite erhob. Doch dann setzt eben dieser das Hirtenmädchen absurd grausamen Prüfungen aus.
Am Staatstheater Kassel ist Griselda der Titel der letzten Oper von Alessandro Scarlatti (1660 – 1725), die ihre Uraufführung 1721 am Teatro Capranica in Rom erfuhr. Die Geschichte Griseldas ist nicht mit wenigen Worten umrissen. Das liegt unter anderem am typischen Figurengeflecht der Barockoper, und das ist uns seit Händels Hercules, Orlando und Julius Cäsar in Ägypten nicht mehr neu: Hier gilt es zuerst zu entwirren, wer wen liebt und wer bereits vergeben ist und dennoch begehrt wird, bevor sich am Ende alle Konflikte klären. Meist auf Geheiß einer göttlichen Macht, die in der Barockoper fast immer die Schicksalsfäden in der Hand hält. Nicht so in Griselda.
Da ist es Gualtiero, der mit seiner aus heutiger Sicht zwiespältigen Taktik die Geschicke der Menschen steuert. Er hat sich in Griselda verliebt und ehelicht sie, obwohl sie »einfacher« Herkunft ist. Dann aber, unter dem Druck des Volkes, das ihm seine »unstandesgemäße« Heirat zum Vorwurf macht, stellt er Griselda mit unermesslicher Hartherzigkeit auf die Probe. Anfangs gibt er vor, die gemeinsame Tochter (Costanza) als Neugeborenes umgebracht zu haben. Dann verstößt er Griselda zum Schein (was sie nicht wissen kann) und täuscht vor, sich eine junge Adelige (Costanza) zur Frau nehmen zu wollen. Warum? Er hinterfragt in vorweggenommener aufklärerischer Manier die Thronfolge durch den Geburtsadel und kämpft damit letztlich um gesellschaftliche Anerkennung.
Und Griselda? Ihre Liebe zu Gualtiero scheint bedingungslos. Sie bleibt ihm treu ergeben und übersteht geduldig die ihr auferlegte Mühsal, bis beide am Ende wieder glücklich vereint sind. Heute jedoch wollen wir Griselda nicht als Allegorie der Treue, Keuschheit und Fügsamkeit zeigen. Ihre Demut verstehen wir demnach nicht als Geste der Unterwürfigkeit, sondern als Ausdruck einer individuellen Selbstgewissheit; sie ist kein Opfer, vielmehr handelt sie selbstbestimmt. Und wir wollen uns der Motivation der Barockoper annähern. Zu ihr gehört die »Affektenlehre« als die Lehre von den Gemütszuständen wie Freude, Verlangen, Traurigkeit, Hass oder Liebe. Liebe war derjenige Affekt, den die Textdichter in den Mittelpunkt ihrer Dramen zu stellen pflegten, der ihren Helden eine innere Triebkraft zu geben vermochte. In dieser Oper wird sie zur Zumutung: Griselda selbst betont, es gäbe für sie nur den einen; Costanza ist enttäuscht von der Liebe, die erst hoffen lässt, dann Unglück bringt (sie vergleicht die tyrannische Liebe mit einem hübschen Jungen, der ein Vögelchen erst streichelt, dann tötet); Ottone hetzt – aus Liebe zu Griselda – das Volk gegen Gualtiero auf und bewaffnet sich später, um die Geliebte zu rauben; Roberto richtet sein Wort an unglücklich Liebende und will deshalb allen Schmerz der Welt auf sich nehmen.
In dieser Oper müssen alle, außer Gualtiero, unglaublich viel aushalten. Und so klingen Scarlattis atemberaubend raffinierte Arien in dem Maße, in dem nicht nur Griselda und Gualtiero bewegt werden, von Trauer, Freude, Schmerz, Eifersucht – und Liebe. Ursula Benzing