
1975 in Zürich geboren und aufgewachsen, begann seine Theaterarbeit nach einem Studium der Philosophie und Kunstgeschichte in Berlin, mit Assistenzen bei Klaus-Michael Grüber an der Schaubühne Berlin und bei Peter Stein (Faust-Ensemble). Anschließend war er Regieassistent am Düsseldorfer Schauspielhaus (u. a. bei Michael Simon, Jürgen Gosch, Philip Tiedemann), wo er auch seine ersten eigenen Inszenierungen machte: Ein Kind unserer Zeit von Horvath, die Deutschsprachige Erstaufführung Flimmern von Toshiro Suzue und im Februar 2006 die Uraufführung von Jachym Topols Die Reise nach Bugulma. Zudem arbeitete er u. a. am Schauspielhaus Graz, am Staatsschauspiel Dresden, am LTT Tübingen (Faust II von Goethe) und am Schauspielhaus Bochum (Die Schwärmer von Musil).
Am Max-Reinhardt-Seminar Wien inszenierte er mit einem ganzen Jahrgang das selten gespielte Riesenwerk Die Wände von Jean Genet. Im Musiktheater arbeitete er als Mitarbeiter von Christof Loy u. a. an der Oper Frankfurt, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, an der Göteborgs Operan und am Sao Carlos, Lissabon.
Am Staatstheater Kassel inszenierte Gustav Rueb bereits Die andere Seite von Dejan Dukowski (2005/2006), Goethes Die Laune des Verliebten (2006/2007) und Torquato Tasso (2009/2010), sowie bereits drei Mal antike Tragödien von Euripides: Alkestis (2007/2008) und Bakchen (2008/2009) und zuletzt Medea (2010/2011). Die Inszenierung Bakchen wurde bei den ›Hessischen Theatertagen‹ 2009 in Marburg gleich zweifach ausgezeichnet: Regisseur Gustav Rueb wurde der Preis für die beste Inszenierung und Anke Stedingk der Darstellerpreis für ihre Agaue verliehen.