
Sie: Eva Maria Sommersberg
Er: Franz Josef Strohmeier
Kapitalmarkt: Christina Weiser
Goldie: Alina Rank
Mark: Peter Elter
Richie: Thomas Sprekelsen
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Kapitalmarkt: Christina Weiser
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Mark: Peter Elter
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Richie: Thomas Sprekelsen
Ein zynisches englisches Sprichwort besagt: »Selbst eine tote Katze wird hochspringen, wenn sie aus ausreichend großer Höhe fallen gelassen wird.« In der Wirtschaft bezeichnet dieser »dead cat bounce« die kurzzeitige, jedoch nicht nachhaltige Erholung eines Wertpapierkurses nach einem schweren Einbruch. Von Kurseinbrüchen hören wir inzwischen fast täglich. Nach der letzten großen Finanzkrise brennt die globale Wirtschaft immer noch an allen Ecken; der Ruf nach einer Neuordnung des Finanzsystems wird von Tag zu Tag lauter. Und nun droht im Kielwasser der Krise womöglich auch dem Euro der Untergang.
Während alle Welt über das Geld spricht, lässt die Autorin Katja Hensel die Protagonisten der Krise selbst zu Wort kommen: die um Wertschätzung ringende griechische 2-Euro-Münze; den einsamen 50-Euro-Schein, der dem Untergang des kapitalistischen Systems entgegenfiebert; zwei 20-Euro-Scheine, die beschließen, das Zirkulieren aufzugeben und nur noch auf der Bank hocken, um sich virtuell zu vermehren; den ausrangierten Mark, der Udo-Jürgens-Songs zum Besten gibt; den angeschlagenen, aber keineswegs einsichtigen Kapitalmarkt, den man zur Analyse geschickt hat.
Im Sprung der toten Katze, ein Stückauftrag des Staatstheaters Kassel, ist nach Ins weite Schrumpfen das zweite Stück von Katja Hensel, das im tif zur Uraufführung kommt. Katja Hensel arbeitet als freischaffende Schauspielerin, Autorin und Regisseurin. Regisseurin Nicole Oder wird zum ersten Mal am Staatstheater Kassel inszenieren. Sie gehört zur künstlerischen Leitung des Berliner Theaters Heimathafen Neukölln. Dort inszenierte sie unter anderem die drei Teile der Neukölln-Trilogie, Arabboy, Sisters und Arabqueen. Arabboy war für den Ikarus 2010 nominiert, Arabqueen gewann den Publikumspreis des Festivals radikal jung 2011.