Das Programm des Symphoniekonzerts ist ganz auf die tschechische Musik ausgerichtet, die im 19. Jahrhunderts ihre besondere Blüte erlebte. Jan Václav Voříšek war tschechisch-österreichischer Komponist, der 1791 in Ostböhmen geboren wurde, in Prag sein Jurastudium aufnahm und im Alter von 22 Jahren nach Wien übersiedelte. Mit 34 Jahren starb er an Tuberkulose, hinterließ aber ein reiches Œuvre. Seine Symphonien haben frühromantischen Charakter und sind von Beethoven beeinflusst.
Leoš Janáček (1854-1928) sammelte die Volkslieder seiner Heimat und beobachtete die Sprache seiner Landsleute genauso wie die Laute der Natur. Diese Studien flossen in seine Kompositionen ein, und die sogenannte Sprachmelodie prägte seinen Stil nicht nur in seinen Vokalwerken. Die Harmonik, die Instrumentation und der Tonsatz sind sehr stark von folkloristischen Elementen geprägt, weisen dabei aber deutlich in die Moderne. Ganz im nationalen Stil ist auch Antonín Dvořáks einziges Violinkonzert gehalten, das zu den schönsten Werken seiner Gattung gehört.
Die in Chicago geborene Violinistin Tai Murray wird für ihre Eleganz und spielerische Begabung hoch geschätzt und weiß das Publikum mit ihrer anmutigen Phrasierung in den Bann zu ziehen. Ihre Programme zeigen hohes musikalisches Können; ihr Stil, bestimmt von raffinierten Bogenführungen und Vibrato, ist durch ihre musikalischen Wurzeln geprägt: Tai Murray hat unter anderem bei Yval Yaron (einem ehemaligen Schüler von Gingold und Heifetz) und Franco Gulli gelernt. Im Jahr 2004 gewann sie den Avery Fisher Career Grant, und bis 2010 war sie eine BBC New Generation Künstlerin. Tai ist bisher im Berliner Konzerthaus, Wigmore Hall in London, in Chicagos Orchestra Hall, Copenhages Tivoli Gardens, Shanghais Concert Hall und in New Yorks Carnegie Hall aufgetreten und arbeitet mit Dirigenten und Instrumentalisten wie Kristian Järvi, Jaime Laredo, Dmitry Sitkovetsky, Benjamin Schwarz, Mitsuko Uchida und Mihaela Ursuleasa zusammen. In Europa wurde Sie u.a. von Londons BBC Symphony Orchestra, BBC Philharmonic London, BBC Schottisch Symphony sowie dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz und den Düsseldorfer Symphoniker eingeladen. Duo-Abende gibt Tai Murray mit dem Pianisten Gilles Vonsattel und der Pianistin Mihaela Ursuleasa, und mit Lambert Orkis trat sie letzte Saison bei der Philadelphia Chamber Music Society auf.
Das Symphonieorchester des Nationaltheaters Prag entstand im Jahr 1988 auf Initiative führender Instrumentalisten des Opernorchesters des Nationaltheaters. Durch seine einzigartigen Interpretationen entstand ein ganz eigener Ausdrucksstil, der sich schnell im Prager und tschechischen Musikleben etablierte. Auftritte im Ausland und auf zahlreichen internationalen Festivals folgten (Gewandhaus Leipzig, Philharmonie Köln, Hamburg, Schwetzingen, Dresden, Karlsruhe, Palermo, Santiago de Compostela, in Österreich, in der Schweiz, Japan oder Israel. Solisten wie die amerikanische Geigerin Alyssa Park oder die führende tschechische Sopranistin Eva Urbanova gastierten regelmäßig mit dem Kammerorchester des Nationaltheaters Prag.
Programm:
- Gioacchino Rossini (1792-1868):
Ouvertüre zu \"Die seidene Leiter\" (1812)
- Jan Václav Voříšek (1791-1825):
Sinfonie D-Dur
- Leoš Janáček (1854-1928):
Idyll für Streichorchester (1878)
- Antonín Dvořák (1841-1904):
Konzert für Violine und Orchester a-Moll (UA 1883
Kasseler Musiktage 2011 - Konzert mit dem Symphonieorchester des Nationaltheaters Prag
Orchester III / Immer hin und wieder - zwischen Wollen und Entsagen
Solistin: Tai Murray, Violine | Dirigent: Petr Vronský
Das Programm des Symphoniekonzerts ist ganz auf die tschechische Musik ausgerichtet, die im 19. Jahrhunderts ihre besondere Blüte erlebte. Jan Václav Voříšek war tschechisch-österreichischer Komponist, der 1791 in Ostböhmen geboren wurde, in Prag sein Jurastudium aufnahm und im Alter von 22 Jahren nach Wien übersiedelte. Mit 34 Jahren starb er an Tuberkulose, hinterließ aber ein reiches Œuvre. Seine Symphonien haben frühromantischen Charakter und sind von Beethoven beeinflusst.
Leoš Janáček (1854-1928) sammelte die Volkslieder seiner Heimat und beobachtete die Sprache seiner Landsleute genauso wie die Laute der Natur. Diese Studien flossen in seine Kompositionen ein, und die sogenannte Sprachmelodie prägte seinen Stil nicht nur in seinen Vokalwerken. Die Harmonik, die Instrumentation und der Tonsatz sind sehr stark von folkloristischen Elementen geprägt, weisen dabei aber deutlich in die Moderne. Ganz im nationalen Stil ist auch Antonín Dvořáks einziges Violinkonzert gehalten, das zu den schönsten Werken seiner Gattung gehört.
Die in Chicago geborene Violinistin Tai Murray wird für ihre Eleganz und spielerische Begabung hoch geschätzt und weiß das Publikum mit ihrer anmutigen Phrasierung in den Bann zu ziehen. Ihre Programme zeigen hohes musikalisches Können; ihr Stil, bestimmt von raffinierten Bogenführungen und Vibrato, ist durch ihre musikalischen Wurzeln geprägt: Tai Murray hat unter anderem bei Yval Yaron (einem ehemaligen Schüler von Gingold und Heifetz) und Franco Gulli gelernt. Im Jahr 2004 gewann sie den Avery Fisher Career Grant, und bis 2010 war sie eine BBC New Generation Künstlerin. Tai ist bisher im Berliner Konzerthaus, Wigmore Hall in London, in Chicagos Orchestra Hall, Copenhages Tivoli Gardens, Shanghais Concert Hall und in New Yorks Carnegie Hall aufgetreten und arbeitet mit Dirigenten und Instrumentalisten wie Kristian Järvi, Jaime Laredo, Dmitry Sitkovetsky, Benjamin Schwarz, Mitsuko Uchida und Mihaela Ursuleasa zusammen. In Europa wurde Sie u.a. von Londons BBC Symphony Orchestra, BBC Philharmonic London, BBC Schottisch Symphony sowie dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz und den Düsseldorfer Symphoniker eingeladen. Duo-Abende gibt Tai Murray mit dem Pianisten Gilles Vonsattel und der Pianistin Mihaela Ursuleasa, und mit Lambert Orkis trat sie letzte Saison bei der Philadelphia Chamber Music Society auf.
Das Symphonieorchester des Nationaltheaters Prag entstand im Jahr 1988 auf Initiative führender Instrumentalisten des Opernorchesters des Nationaltheaters. Durch seine einzigartigen Interpretationen entstand ein ganz eigener Ausdrucksstil, der sich schnell im Prager und tschechischen Musikleben etablierte. Auftritte im Ausland und auf zahlreichen internationalen Festivals folgten (Gewandhaus Leipzig, Philharmonie Köln, Hamburg, Schwetzingen, Dresden, Karlsruhe, Palermo, Santiago de Compostela, in Österreich, in der Schweiz, Japan oder Israel. Solisten wie die amerikanische Geigerin Alyssa Park oder die führende tschechische Sopranistin Eva Urbanova gastierten regelmäßig mit dem Kammerorchester des Nationaltheaters Prag.
Programm:
- Gioacchino Rossini (1792-1868):
Ouvertüre zu "Die seidene Leiter" (1812)
- Jan Václav Voříšek (1791-1825):
Sinfonie D-Dur
- Leoš Janáček (1854-1928):
Idyll für Streichorchester (1878)
- Antonín Dvořák (1841-1904):
Konzert für Violine und Orchester a-Moll (UA 1883