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Sigrun Schneider-Kaethner (Mutter), Thomas Bockelmann (Sohn) © N. Klinger Sigrun Schneider-Kaethner (Mutter), Thomas Bockelmann (Sohn) $copy; N. Klinger

Thomas Bockelmann (Sohn), Sigrun Schneider-Kaethner (Mutter) © N. Klinger Thomas Bockelmann (Sohn), Sigrun Schneider-Kaethner (Mutter) $copy; N. Klinger

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Thomas Bockelmann (Sohn) © N. Klinger Thomas Bockelmann (Sohn) $copy; N. Klinger

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Sigrun Schneider-Kaethner (Mutter) © N. Klinger Sigrun Schneider-Kaethner (Mutter) $copy; N. Klinger

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Mutters Courage

von George Tabori
Wiederaufnahme: 12.01.2018, 20.15 Uhr | tif
Dauer: 1 Stunde 10 Minuten
Inszenierung: Donald Berkenhoff
Bühne: Pia Janssen
Kostüme: Ursina Zürcher
Musik: Erich Radke
Dramaturgie: Michael Volk
Besetzung am 12.01.18, 20.15 Uhr

Mutter: Sigrun Schneider-Kaethner
Sohn: Thomas Bockelmann

Besetzung am 24.01.18, 19.30 Uhr

Mutter: Sigrun Schneider-Kaethner
Sohn: Thomas Bockelmann

Besetzung am 25.01.18, 19.30 Uhr

Mutter: Sigrun Schneider-Kaethner
Sohn: Thomas Bockelmann

George Tabori hatte ein feines Gespür für den Witz in einem Kontext des Grauens, die absurde Pointe im Reich des Bösen. So schilderte er in Mein Kampf den zufälligen, fast trottelhaften, aber unaufhaltsamen Aufstieg eines aus Braunau stammenden Kunstmalers zur Macht. In Mutters Courage erzählt er die unmögliche Geschichte einer sechzigjährigen Jüdin, die 1942 in Budapest verhaftet, im Viehwagen Richtung Auschwitz deportiert wird und bei einem Halt nahe der ungarischen Grenze das Unvorstellbare wagt: Sie erklärt einem NS-Offizier, ihre Verhaftung sei Unrecht, sie habe nämlich einen Schutzausweis des Roten Kreuzes – nur leider nicht bei sich, da sie ja so unvorbereitet verhaftet worden sei. Der junge Nazi denkt kurz nach über diese ungeheuerliche Unbotmäßigkeit – und setzt die alte Dame dann in den Zug zurück nach Budapest. Sie wird die einzige von 4030 Menschen sein, die diesen Transport überlebt.
Die unmögliche Geschichte ist eine wahre Geschichte: Elsa Tabori hat sie erlebt, ihr Sohn, George Tabori, hat sie als Theaterstück aufgeschrieben. Unzählige Male ist es seitdem aufgeführt worden und gehört zum festen Bestand einer »oral history« – natürlich nur für diejenigen unter uns, die glauben, dass man Geschichte nicht mal so eben »hinter sich lassen« kann (was laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung vom Januar 2015 81% der Deutschen in Bezug auf den Holocaust gerne täten), sondern sie als Erfahrungsschatz an folgende Generationen weitergeben sollte.
Nach zehn Jahren unternehmen wir eine Neubefragung des Stückes, das mit Thomas Bockelmann und Sigrun Schneider-Kaethner bereits von 2004 bis 2006 im Spielplan war.

Vorstellungen
12.01.18, 20.15
24.01.18, 19.30
25.01.18, 19.30
Staatstheater Kassel, Friedrichsplatz 15, KasselHessen0561/1094222
tif