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OUT OF JOINT © Marianne Menke OUT OF JOINT $copy; Marianne Menke

OUT OF JOINT © Marianne Menke OUT OF JOINT $copy; Marianne Menke

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OUT OF JOINT

steptext dance.project & Vuyani Dance Theater
Ein europäisch-südafrikanisches Tanzprojekt

„Aus den Fugen“ bersten derzeit die gesellschaftlichen Ordnungen. Weltweit verschieben sich Machtbalancen. Mit OUT OF JOINT, einer europäisch-südafrikanischen Koproduktionvon steptext dance project Bremen und Vuyani Dance Theatre Johannesburg, bringen deren Leiter Helge Letonja und Gregory Maqoma eine transkulturelle Konfrontation zum Tanzen. Choreografiert während wechselseitiger Residenzen, treffen sechs Tänzer_innen beider Ensembles in einem so furiosen wie poetischen Spiel unterschiedlicher Ästhetiken,Kontexte, Körperbilder und Sprachen aufeinander.In vom namhaften Tanztheaterkomponisten Serge Weber eigens geschaffenen Soundräumen überlagern sich die Rhythmen, flirren die Impulse, münden winzige Irritationen in tastende Nähe oder jähe Eruptionen. Nichts ist selbstverständlich im Babylon der physischen Koexistenz, der Verwirrung von Bewegungssplittern. Durch Soli, Duos, Trios, Gruppensequenzen vagabundieren die Spreng- und Fliehkräfte, Lähmungen, Ängste und Rebellionen individueller wie sozialer Körper. Wortfetzen blitzen auf, Sehen, Hören, Berühren erweisen sich als essenziell für die Begegnungen. Der Tanz, jede Geste,Trennendes, Einen des, selbst der Atem, alles pulst und pendelt ununterbrochen zwischen Wahrnehmung und Zuschreibung. „We need to be brave. To trust the other is to trust ourselves“, so beschreiben die Choreografen die lebendige Herausforderung ihres sinnlich vielsprachigen Sextetts, das Shakespeares „time out of joint“ als hochaktuelles Sujet fokussiert. Die Uraufführung fand Anfang März beim Koproduzenten im Theater am Leibnizplatz statt und war ebendort am 22. März noch einmal im Rahmen des internationalen Festivals TANZ Bremen zu erleben.

PRESSESTIMMEN
»In all diesen und weiteren wunderbaren Bildern wechselt die Dynamik wie auch die Stimmung in den Solos, Duos und Gruppenchoreografien von kraftvoll-expressiv und rhythmisch übernachdenklich, traumhaft, verzweifelt oder komisch bis hin zu unheimlich, fremd, surreal oder erotisch. Dabei werden innerhalb der tänzerischen Formen und Ausdrucksweisen Grenzen ausgelotet und so wird der Tanz in Facetten, Räumen und Formen außerhalb üblicher Sehgewohnheiten erlebbar; und das alles auf hohem Niveau.« (tanznetz.de, 06.03.2017, Martina Burandt)

»Das alles ist technisch auf höchstem Niveau, sehr hübsch anzusehen und zeigt auf eindrückliche Weise, wie die Zwänge und Fliehkräfte der Zeit einen Menschen zerbrechen können. Allerdings gibt es auch Hoffnung – das Schluss-Solo von Kossi Aholou-Wokawui verdeutlicht es einmal mehr: Zu letzten schrillen Klängen aus den Lautsprechern werden seineFotos: Marianne Menke Muskeln von einem ebenso ästhetischen wie zerstörerischen Zittern gepackt. Der Körper kämpft, unterwirft sich kurz – und kann sich am Ende doch behaupten. Irgendwie tröstlich.« (Kreiszeitung, 07.03.2017, Mareike Bannasch)

»Andererseits bilden auch die Klänge von Serge Weber, der schon für Johann Kresnik arbeitete, einen anspielungsreichen und reibungsvollen Soundtrack. Es rattern Gewehrsalven wie aus einem Kriegsgebiet, Lärm, Percussion, zerrende Quälgeräusche, treibende Unruhe. Eine Frau stürzt, wird erschossen, dann Licht. Die Bühne: ein Kälteschock in elegantem Silberblau. Darin agieren die vier Tänzer und zwei Tänzerinnen, die sich in fein gestalteten Lichtstraßen zurechtfinden müssen, und die – stets von gekonnter choreografischer Hand – zu immer neuen dynamischen Formationen geführt werden.« (Weser Kurier, 04.03.2017, Sven Garbade)

Vorstellungen
14.01.18, 19.30 Tickets
Staatstheater Kassel, Friedrichsplatz 15, KasselHessen0561/1094222
Schauspielhaus