Zweiter Tag

Siegfried

Richard Wagner
Dichtung vom Komponisten
Premiere   14. September 2019
Opernhaus

Inhalt
… ist der »Zweite Tag« des Ring des Nibelungen, in dem sich der »freie Held« seiner Kraft bewusst wird und die Götter stürzt, da er ihrer nicht mehr bedarf. Sein Name: Siegfried. Nachdem Sieglinde ihm das Leben geschenkt hatte, starb sie. Und so wuchs Siegfried bei Mime, Alberichs Bruder, auf, der dem Knaben stets verschwieg, wer er ist und wer seine Eltern waren.
Mime hofft, dass Siegfried ihm den Ring der Macht verschafft, der sich noch immer in Fafners Besitz befindet. Mittlerweile ist der Knabe zum Mann herangereift: Der stärkste Spross des Wälsungen-Geschlechts, der allein »Nothung« – Vater Siegmunds zerbrochenes Schwert – neu zu schmieden vermag, da er das Fürchten nie gelernt hat.
Mit diesem Schwert erschlägt Siegfried Fafner und nimmt den Ring an sich, dessen Fluch sofort seine Wirkung zeigt: Mime giert nach dem Kleinod und ist bereit, Siegfried dafür hinterlistig umzubringen. Der jedoch durchschaut das falsches Spiel seines Ziehvaters und tötet auch ihn.
Von einem Waldvogel geleitet, erklimmt Siegfried den Felsen, auf dem Brünnhilde schläft. Hier trifft er auf seinen Großvater Wotan, dem er furchtlos und ohne jeglichen Respekt entgegentritt.
Siegfried zerbricht Wotans Speer, durchschreitet das Feuer und weckt die schlafende Brünnhilde mit einem Kuss. Beide bekennen sich in Liebe zueinander, Wotan hingegen zieht sich nach Walhall zurück. Von dem Geschlecht gestürzt, das er eigens erschaffen hatte, um die Macht an sich zu reißen, bleibt ihm nur noch das Warten auf das Ende, die »Götterdämmerung«, die ihm die Urmutter Erda prophezeite und die unausweichlich scheint.