1. Sinfoniekonzert

17. September 2018
Stadthalle

Besetzung
Musikalische Leitung
Violoncello
Programm
Giuseppe Martucci
Notturno Ges-Dur für Orchester op. 70/1
Mario Castelnuovo-Tedesco
Concerto für Violoncello und Orchester  
Peter Iljitsch Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

»Sollte ich mich schon ausgeschrieben haben? Sollte wirklich schon der Anfang des Endes begonnen haben?« (Peter Iljitsch Tschaikowsky)

Der Anfang vom Ende … Tschaikowsky haderte mit seiner fünften Sinfonie, der Schicksals-Sinfonie, Spiegel einer krisenreichen Zeit. Dabei sprechen die äußeren Parameter eine deutlich andere Sprache. Tschaikowsky ist erfolgreich, international gefragt als Dirigent wie auch als Komponist. Aber die Seele spielt nicht mit, lässt ihn immer wieder Phasen tiefer Verzweiflung durchleben. Trotz Tschaikowsky eigenem, schwankenden Urteil über die Sinfonie, ist sie nach wie vor einer der beliebtesten beim Publikum.
Daneben setzt Francesco Angelico in diesem Sinfoniekonzert seine Beschäftigung mit italienischer Musik fort, die nur selten ihren Weg ins deutsche Konzertrepertoire findet. Giuseppe Martucci komponierte zu einer Zeit, in der die italienische Musik von der Oper dominiert wurde. Stilistisch steht er dabei in der Tradition von Beethoven, Schumann und Brahms. Förderer seiner Werke war unter anderem Gustav Mahler.
Mario Castelnuovo-Tedesco teilte das Schicksal Erich Wolfgang Korngolds: er floh vor dem faschistischen Regime in Italien in die USA und arbeitet dort vor allem für die MGM, für die er mehr als 200 Filmmusiken schrieb. In Kassel wird sein selten gespieltes Cellokonzert erklingen.