3. Sinfoniekonzert | Bußtagskonzert

21. und 22. November 2018
Martinskirche

Besetzung
Musikalische Leitung
Programm
Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 8 c-Moll WAB 108

»Vollständiger Sieg des Lichts«, »Schöpfung eines Giganten«, »Todesverkündigung«, »Sinfonie des deutschen Menschen«, »traumverwirrter Katzenjammer« – die verbalen Stilblüten schießen üppig ins Kraut, wenn es um Bruckners 8. Sinfonie geht. Allein schon die riesige Dimension des Werkes – es dauert knapp 80 Minuten – überforderte viele Zeitgenossen. Erst Gustav Mahler sollten ihnen zeigen, dass es noch monumentaler geht.
Der nicht gerade erfolgsverwöhnte Bruckner erlebte nach anfänglichen Rückschlägen – als der Dirigent Hermann Levi die erste Version der Sinfonie ablehnte – mit der überarbeiteten Version der Achten den größten Erfolg seiner Komponistenlaufbahn. »Der Erfolg war trotz der unheilvollsten Kassandrarufe, selbst von Seiten Eingeweihter, ein fast beispielloser. Es war ein vollständiger Sieg des Lichts über die Finsternis, und wie mit elementarer Gewalt brach der Sturm der Begeisterung aus, als die einzelnen Sätze verklungen waren. Kurz, es war ein Triumph, wie ihn ein römischer Imperator sich nicht schöner wünschen könnte.«