Falstaff

Giuseppe Verdi
Commedia lirica in drei Akten
PREMIERE 13. Oktober 2018
Sprache In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause
Opernhaus
Fr 23 Nov

Sir John Falstaff – Fresssack und Säufer, Angsthase und Aufschneider, Lebemann und Liebhaber, ein Philosoph der Faulheit und ein Verfechter des Genusses. Am Ende wird aus dem Betrüger Falstaff ein Betrogener. Doch Sir John zieht daraus die kluge Lehre: »Tutto nel mondo è burla!« – »Alles auf der Welt ist ein Spaß!«
19:30 — 22:00 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
So 02 Dez

Sir John Falstaff – Fresssack und Säufer, Angsthase und Aufschneider, Lebemann und Liebhaber, ein Philosoph der Faulheit und ein Verfechter des Genusses. Am Ende wird aus dem Betrüger Falstaff ein Betrogener. Doch Sir John zieht daraus die kluge Lehre: »Tutto nel mondo è burla!« – »Alles auf der Welt ist ein Spaß!«
18:00 — 20:30 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Fr 14 Dez

Sir John Falstaff – Fresssack und Säufer, Angsthase und Aufschneider, Lebemann und Liebhaber, ein Philosoph der Faulheit und ein Verfechter des Genusses. Am Ende wird aus dem Betrüger Falstaff ein Betrogener. Doch Sir John zieht daraus die kluge Lehre: »Tutto nel mondo è burla!« – »Alles auf der Welt ist ein Spaß!«
19:30 — 22:00 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Mi 19 Dez

Sir John Falstaff – Fresssack und Säufer, Angsthase und Aufschneider, Lebemann und Liebhaber, ein Philosoph der Faulheit und ein Verfechter des Genusses. Am Ende wird aus dem Betrüger Falstaff ein Betrogener. Doch Sir John zieht daraus die kluge Lehre: »Tutto nel mondo è burla!« – »Alles auf der Welt ist ein Spaß!«
19:30 — 22:00 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Fr 01 Feb

Sir John Falstaff – Fresssack und Säufer, Angsthase und Aufschneider, Lebemann und Liebhaber, ein Philosoph der Faulheit und ein Verfechter des Genusses. Am Ende wird aus dem Betrüger Falstaff ein Betrogener. Doch Sir John zieht daraus die kluge Lehre: »Tutto nel mondo è burla!« – »Alles auf der Welt ist ein Spaß!«
19:30 — 22:00 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
So 24 Feb

Sir John Falstaff – Fresssack und Säufer, Angsthase und Aufschneider, Lebemann und Liebhaber, ein Philosoph der Faulheit und ein Verfechter des Genusses. Am Ende wird aus dem Betrüger Falstaff ein Betrogener. Doch Sir John zieht daraus die kluge Lehre: »Tutto nel mondo è burla!« – »Alles auf der Welt ist ein Spaß!«
19:30 — 22:00 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

Inhalt
Er machte Shakespeare in der Londoner Theaterwelt überhaupt erst bekannt: Sir John Falstaff – Fresssack und Säufer, Angsthase und Aufschneider, ein Lebemann und Liebhaber, wie er im Buche steht, ein intimer Kenner des Weltenlaufes, ein Philosoph der Faulheit, ein Verfechter des Genusses. Angesichts knapper Kassen ist es um sein leibliches Wohl jedoch nicht mehr gut bestellt. In Sorge um seinen männlichen Sexappeal und dem dazugehörigen mächtigen Bauch ersinnt Falstaff einen vermeintlich schlauen Plan: Er schickt gleich zwei verheirateten Damen identische Liebesbriefe, einerseits um ihre Herzen zu brechen, andererseits um ihr Haushaltsgeld in seine Taschen zu befördern. Doch so leicht lassen sich die Damen nicht aufs Glatteis führen. Am Ende wird aus dem liebhabenden Betrüger Falstaff ein betrogener Liebhaber. Doch Sir John ist kein Spielverderber und zieht aus seinem Missgeschick die klügste Lehre, die sich wohl ziehen lässt: »Tutto nel mondo è burla!« – »Alles ist Spaß auf Erden!«
»Nur zu seinem eigenen Vergnügen« wollte er Falstaff komponieren, bekannte Verdi in aller Bescheidenheit. Glücklicherweise vergnügt dieses Werk nun schon seit seiner fulminanten Uraufführung 1893 in Mailand die Menschen rund um die Welt. Mit diesem seinem letzten Bühnenwerk ließ der Grandseigneur der Oper zugleich seine eigene Zeit versöhnlich ausklingen. Falstaffs »Tutto nel mondo«-Motto avancierte dabei zu Verdis ganz persönlichen Lebensresümee. 

Pressestimmen
HNA, Werner Fritsch
(...) Generalmusikdirektor Francesco Angelico und das Staatsorchester schaffen es, die bezeichnende Klarheit der Partitur und das rauschhaft Irisierende in eine feine Balance zu bringen. (...)
Auch gibt es hervorragende Sängerleistungen. Domenico Balzani singt und lebt den Falstaff auf besondere Weise. Darstellerisch fügt er sich in das Karikaturhafte der Bühnenfigur ein, um dann sängerisch mit grandioser Souveränität und stimmlichem Glanz auch viele Zwischentöne zu finden.
HNA online
15.10.2018
Hessischer Rundfunk, Dr. Andreas Wicke
(...) Domenico Balzani singt einen sehr schönen Bariton, der auch in der Tiefe noch viel Volumen hat und der sehr vielfältig mit seiner Stimme spielen kann (...) Noch mehr haben mich allerdings die Sängerinnen überzeugt (...)
Francesco Angelico gelingt es, den musikalischen Humor sehr schön herauszuarbeiten, das ist alles sehr schwungvoll und pointiert, das Orchester klingt gewohnt elegant
Noveletten, Göttinger Kammermusikgesellschaft e.V., Michael Schäfer
Mit dem italienischen Gast-Bariton Domenico Balzani ist diese Rolle ideal besetzt. Der bringt das nötige Maß an überzeugend gespielter Selbstgefälligkeit auf die Bühne, dazu eine durchaus spürbare Kraft der Persönlichkeit, vor der ängstliche Gemüter rasch zu Kreuze kriechen und eigene Ansprüche nicht zu stellen wagen.
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19. Oktober 2018
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Noveletten, Göttinger Kammermusikgesellschaft e.V.  19. Oktober 2018

Falstaff

Mit dem italienischen Gast-Bariton Domenico Balzani ist diese Rolle ideal besetzt. Der bringt das nötige Maß an überzeugend gespielter Selbstgefälligkeit auf die Bühne, dazu eine durchaus spürbare Kraft der Persönlichkeit, vor der ängstliche Gemüter rasch zu Kreuze kriechen und eigene Ansprüche nicht zu stellen wagen.
Alles auf der Welt ist Spaß, tutto nel mondo è burla: Das ist das finale Fazit in Verdis letzter Oper „Falstaff“, die am Sonnabend Premiere im Staatstheater Kassel hatte. Eine Burleske im Wortsinn also, die die Regisseurin Adriana Altaras mit viel Tempo und Witz inszeniert hat.Ein bisschen schäbig ist die große Halle (Bühne: Etienne Plus), in der sich die zahlreichen Figuren dieser Komödie tummeln und den Verführungskünsten des eitlen, sich seines unfehlbaren Sieges auf dem Feld der Frauen-Eroberung sicheren Sir John Falstaff ihr schlau eingefädeltes eigenes Intrigenspiel entgegensetzen. Sie legen ihn nach Strich und Faden herein, er ist der Genasführte, dem am Ende noch das Geweih des Gehörnten aufs Haupt gedrückt wird.
Ein wenig Mief der 1950er-Jahre strahlt das Interieur aus, auch wenn Reste der früheren Pracht noch durchschimmern. Ein hübscher Bühnenbild-Trick ist das hereinschiebbare Hotelzimmer Falstaffs: Es sieht aus wie ein großer Guckkasten und macht Szenenwechsel blitzschnell.Ähnlich verschlankt wie das Bühnenbild ist auch Falstaff selbst. Zwar ziert ihn in der Tat ein zierlicher Embonpoint, aber ein plumper Fettsack ist er beileibe nicht, weckt auch – ähnlich wie das Interieur – Erinnerungen an frühere Eleganz. Mit dem italienischen Gast-Bariton Domenico Balzani ist diese Rolle ideal besetzt. Der bringt das nötige Maß an überzeugend gespielter Selbstgefälligkeit auf die Bühne, dazu eine durchaus spürbare Kraft der Persönlichkeit, vor der ängstliche Gemüter rasch zu Kreuze kriechen und eigene Ansprüche nicht zu stellen wagen. Stimmlich ist Balzani enorm flexibel, hat diverse Farbschattierungen für unterschiedliche Gemütszustände parat, singt kraftvoll ohne jede Mühe. Ihm bieten die Damen des Kasseler Ensembles absolut Paroli, Ani Yorentz als Mrs. Ford ebenso wie Marie-Luise Dreßen als Meg Page und, mit besonderer Souveränität, Ulrike Schneider als Mrs. Quickly.
Die Nanetta singt Karola Sophia Schmid, Mitglied des Kasseler Opernstudios, mit viel Charme, stimmlicher Beweglichkeit und beson-ders schön blühenden Tönen in den hohen Lagen. Schön, dass sie am Schluss mit dem jungen Fenton getraut wird: Der klare, helle Tenor von Daniel Jenz harmoniert prächtig mit der Stimme seiner Partnerin. Auf dem Foto von links: Karola Sophia Schmid als Nannetta, Ani Yorentz als Mrs. Ford, Ulrike Schneider als Mrs. Quickly und Marie-Luise Dreßen als Meg. Nicht ganz auf diesem musikalischen Niveau agiert Marc-Olivier Oetterli als krankhaft eifer-süchtiger Mr. Ford, denn in den höheren Lagen sind doch deutliche Spuren von stimmlicher Anstrengung zu hören. Die Rolle des langweiligen Dr. Cajus gestaltet Johannes An mitleiderregend stimmig. Zuverlässig kom-plettieren Younggi Moses Do (Bardolfo) und Hee Saup Yoon (Pistola) die Solistenschar, die auch die kompliziertesten Ensembles – mit denen hat Verdi diese Oper vielfach geschmückt – mit bemerkenswerter Präzision im vokalen Zusammenspiel bewältigt: bis hin zum virtuos polyphonen Finale „Tutto nel mondo è burla“.GMD Francesco Angelico legt in seinem Dirigat großen Wert auf Transparenz und Leichtigkeit des Klangs, die diesem altersweisen Spätwerk Verdis sehr gut zu Gesichte steht und die vom wohldisponierten Orches-ter elegant verwirklicht wird. Mag sein, dass man diesen „Falstaff“ nicht ganz so gefällig inszenieren muss, wie es Adriana Altaras getan hat, und damit höhere intellektuelle Ansprüche befriedigt. Dass aber dieser heitere Spielfluss so lebendig und munter durch alle drei Akte sprudelt, sollte man der Regisseurin auf jeden Fall danken. Das Premierenpublikum tat’s mit lang anhaltendem Beifall.
Michael Schäfer