Konsens

Nina Raine
Deutsch von Michael Eberth
WIEDERAUFNAHME 15. November 2018
Dauer 2 Stunden 30 Minuten
tif – Theater im Fridericianum
Mi 05 Dez

Im Vergewaltigungsfall einer jungen Frau sitzen zwei Freunde als Anwälte auf unterschiedlichen Seiten einer Gerichtsbank. Ihr Unvermögen, den Fall und ihre Konkurrenz im Gerichtssaal zu lassen, lässt ihre Beziehungen ins Wanken geraten, denn niemand ist so unschuldig, wie er scheint.
19:30 — 22:00 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Mi 19 Dez

Im Vergewaltigungsfall einer jungen Frau sitzen zwei Freunde als Anwälte auf unterschiedlichen Seiten einer Gerichtsbank. Ihr Unvermögen, den Fall und ihre Konkurrenz im Gerichtssaal zu lassen, lässt ihre Beziehungen ins Wanken geraten, denn niemand ist so unschuldig, wie er scheint.
19:30 — 22:00 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Fr 25 Jan

Im Vergewaltigungsfall einer jungen Frau sitzen zwei Freunde als Anwälte auf unterschiedlichen Seiten einer Gerichtsbank. Ihr Unvermögen, den Fall und ihre Konkurrenz im Gerichtssaal zu lassen, lässt ihre Beziehungen ins Wanken geraten, denn niemand ist so unschuldig, wie er scheint.
19:30 — 22:00 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Sa 02 Feb

Im Vergewaltigungsfall einer jungen Frau sitzen zwei Freunde als Anwälte auf unterschiedlichen Seiten einer Gerichtsbank. Ihr Unvermögen, den Fall und ihre Konkurrenz im Gerichtssaal zu lassen, lässt ihre Beziehungen ins Wanken geraten, denn niemand ist so unschuldig, wie er scheint.
19:30 — 22:00 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

Inhalt
Eine Frau ist vergewaltigt worden. Zwei Freunde, Edward und Tim, ringen als Anwälte vor Gericht auf verschiedenen Seiten um das Recht in diesem Fall. Jake, ebenfalls Anwalt, wird gerade von seiner Frau verlassen, die er immer wieder betrogen hat. Auf welcher Seite stehen Tim, Edward und seine Frau Kitty in dem privaten Prozess? Wer spricht für wen? Die Paare schauen sich gegenseitig genüsslich beim Scheitern zu, in der Beziehung wie im Beruf, bis sie erkennen müssen, dass auch in ihrer Beziehung mehr Kompromisse als Einverständnisse herrschen. Nach zehn Jahren als erfolgreicher Anwalt hat sich sowohl die Sprache als auch das Denken verändert: Juristische Termini haben in die Beziehung Einzug gehalten. Mitleid ist ein Fremdwort geworden. Aber das Leben ist eben kein Gerichtsprozess, die Logik einer Verteidigung ist nicht die Logik einer Beziehung. Edward und Tim, im Gerichtssaal Kontrahenten, bleiben auch im Wohnzimmer Kontrahenten. Selbst gegen ihre Frauen wollen sie um jeden Preis gewinnen, obwohl der Wert des Verzeihens mehr Schlagkraft gehabt hätte als jede weitere kluge Verteidigungsstrategie. Die Paare müssen die Erfahrung machen, dass Rache keiner Vernunft folgt und Entschuldigungen mehr Gefühl brauchen als das bloße Bekennen von Tatsachen. Nina Raine verbindet durch eine boshaft-ironische Sprechweise der Figuren den Gerichtsfall mit den Beziehungskonflikten der beruflich wie privat erfolgreichen Mittdreißiger, die sich ihr Leben eingerichtet und eine genaue Vorstellung von Recht und Moral gefunden zu haben meinen.
Jedes Jahr zeigen in Deutschland rund 8.000 Frauen eine Vergewaltigung an, was schätzungsweise nur etwa fünf bis 15 Prozent aller gewaltsamen sexuellen Übergriffe sind. Die wenigsten werden strafrechtlich verfolgt und nur acht Prozent der angezeigten Täter verurteilt. »Consent« (deutsch: Einverständnis) ist einer der wichtigsten Begriffe in einem Vergewaltigungsfall. Bis ins Jahr 2016 konnte ein eindeutiges »nein« immer noch als Einverständnis interpretiert werden.
Pressestimmen
Die deutsche Bühne, Juliane Sattler-Iffert
Stürmischer Applaus des Publikums für das mit hoher Energie aufspielende Ensemble, das Produktionsteam um Regisseurin Eva Lange und die 36jährige Bühnenautorin Nina Raine selbst.
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24. Januar 2018
HNA, Bettina Fraschke
Mit Jubel und Bravorufen ist am Dienstag Nina Raines Drama „Konsens“ bei der Premiere des Kasseler Staatstheaters auf der Bühne des Tif gefeiert worden. Zum brillant geschriebenen Stück, das angesichts #Metoo aktueller nicht sein könnte, kommt eine die Spannung unausweichlich anziehende Regie von Eva Lange und ein großartiges Ensemble, das man sich mit dem Thema auch gut auf der großen Bühne des Schauspielhauses hätte vorstellen können.
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25. Januar 2018
nachtkritik.de, Karolin Berg
Raine spielt gekonnt mit zerreißenden Eindeutigkeiten und Grauzonen. Im tif, der kleinen Kasseler Spielstätte, schenken sich Maria Munkert als Kitty und Thomas Sprekelsen als Edward in ihrem zerfetzenden Schlagabtausch rein gar nichts und schaffen eine erschütternde emotionale Dichte. Da wird verbal gefochten, was das Zeug hält. Eva Langes Inszenierung fokussiert ganz auf die Schauspieler und lässt sie die Gefühle entfesseln. Nur dann, wenn die Schauspieler aus ihrem Kosmos ausbrechen und direkt ins Publikum gewandt deklamieren, hebt sich moralinsauer der Regie-Zeigefinger.
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24. Januar 2018