Uraufführung

Odem

Wilke Weermann
Schauspiel für drei Androiden und eine Nonne
 
Uraufführung 9. November 2018
Dauer 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause
tif – Theater im Fridericianum
So 16 Dez

Was ist der Odem in Apple? Im Cyborg? Im Internet? Was ist die Magie heute, die damals die Golems in Prag belebte? Und was sind die Golems heute? I-Pods? Chat-Avatare? Sex-Bots? Und werden auch sie sich gegen ihre Schöpfer wenden in der Schöpfung 3.0?
20:15 — 21:55 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Di 25 Dez

Was ist der Odem in Apple? Im Cyborg? Im Internet? Was ist die Magie heute, die damals die Golems in Prag belebte? Und was sind die Golems heute? I-Pods? Chat-Avatare? Sex-Bots? Und werden auch sie sich gegen ihre Schöpfer wenden in der Schöpfung 3.0?
20:15 — 21:55 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Mo 31 Dez

Was ist der Odem in Apple? Im Cyborg? Im Internet? Was ist die Magie heute, die damals die Golems in Prag belebte? Und was sind die Golems heute? I-Pods? Chat-Avatare? Sex-Bots? Und werden auch sie sich gegen ihre Schöpfer wenden in der Schöpfung 3.0?
20:15 — 21:55 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Fr 11 Jan

Was ist der Odem in Apple? Im Cyborg? Im Internet? Was ist die Magie heute, die damals die Golems in Prag belebte? Und was sind die Golems heute? I-Pods? Chat-Avatare? Sex-Bots? Und werden auch sie sich gegen ihre Schöpfer wenden in der Schöpfung 3.0?
20:15 — 21:55 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
So 13 Jan

Was ist der Odem in Apple? Im Cyborg? Im Internet? Was ist die Magie heute, die damals die Golems in Prag belebte? Und was sind die Golems heute? I-Pods? Chat-Avatare? Sex-Bots? Und werden auch sie sich gegen ihre Schöpfer wenden in der Schöpfung 3.0?
20:15 — 21:55 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Mi 06 Feb

Was ist der Odem in Apple? Im Cyborg? Im Internet? Was ist die Magie heute, die damals die Golems in Prag belebte? Und was sind die Golems heute? I-Pods? Chat-Avatare? Sex-Bots? Und werden auch sie sich gegen ihre Schöpfer wenden in der Schöpfung 3.0?
20:15 — 21:55 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
So 24 Feb

Was ist der Odem in Apple? Im Cyborg? Im Internet? Was ist die Magie heute, die damals die Golems in Prag belebte? Und was sind die Golems heute? I-Pods? Chat-Avatare? Sex-Bots? Und werden auch sie sich gegen ihre Schöpfer wenden in der Schöpfung 3.0?
20:15 — 21:55 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
So 31 Mär

Was ist der Odem in Apple? Im Cyborg? Im Internet? Was ist die Magie heute, die damals die Golems in Prag belebte? Und was sind die Golems heute? I-Pods? Chat-Avatare? Sex-Bots? Und werden auch sie sich gegen ihre Schöpfer wenden in der Schöpfung 3.0?
20:15 — 21:55 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

Inhalt
Die Unsicherheit darüber, ob mein Gegenüber ein Mensch ist oder eine Maschine, ist auf sozialen Plattformen bereits jetzt alltäglich. Schreibt mir ein Bot? Wie wird er sich verraten? Bald werden wir nicht mehr wissen, ob unser Chauffeur ein Mensch gewesen ist mit einem Bewusstsein, ob ein Mensch uns operiert hat oder unsere Heimatstadt zerstört. Was, wenn ich sogar den Tod umgehen kann, indem ich das berechenbare Skelett meiner Persönlichkeit, indem ich meinen Tonfall und mein Aussehen auf einen Androiden übertragen kann? Oder das meines verstorbenen Partners? Zumindest für eine Zeit, klar, um die Trauer zu überwinden. Meine Gefühle werden echt sein, alles andere nicht. Natürlich kann sich dieser Entwurf ins Dystopische verkehren, wenn mein gehackter Sexroboter plötzlich versucht, mich umzubringen. Doch wenn nichts schiefgeht, ist er dann utopisch?
Es heißt, wir wären heutzutage besonders anfällig für Vorurteile, weil die Welt uns überfordert. Wir greifen auf das zurück, was man schon immer gedacht hat, denn es erhält uns Struktur und Zusammenhänge, die wir so dringend zum Leben brauchen. Fake News funktionieren also, weil wir uns nach Klarheit sehnen. Hauptsache ist, wieder eine Welt zu kreieren, die funktioniert, wie sie soll. Das ist nämlich das Kernproblem der sogenannten realen Welt: Sie kann nicht funktionieren, wie sie SOLL, denn sie SOLL nicht. Unerträglich eigentlich.
Was tut sich also in unserer Gefühlswelt, wenn wir uns vor der Einsamkeit nur mit noch mehr Technik verschanzen? Was, wenn die Androiden selbst gar nicht wissen, dass sie keine echten Menschen sind? Kann uns die Liebe für die Maschinen letztlich in den Wahnsinn treiben, wie es auch in E.T.A. Hoffmanns »Sandmann« passiert? Was ist der Unterschied zwischen Erlösung und Fortschritt? Wo bleibt die Zivilgesellschaft im Cyberspace? Ist der Cyborg nicht unser Freund gegen die virale Macht des gestaltlosen Netzes wie der gute alte Terminator? Worin unterscheidet sich das elektrische Einhorn, von dem der Android vor dem Tannhauser Gate in »Blade Runner« träumt, von dem süßen Einhorn in unseren Kinderzimmern?
Pressestimmen
nachtkritik, Michael Laages
Die szenische Umsetzung gerät verspielt und elegant; Weermann gehört offenbar zu denen, die sich in beträchtlicher Selbstsicherheit Zeit lassen können und nichts überstürzen. Da ist ein Talent auf bestem Wege.
nachtkritik
9. November 2018
Die deutsche Bühne, Nora Auerbach
„Zehn, neun, acht,“ und weiter, bis auf eins, zählen die drei Robotermodelle. Dann kommt die Meldung: „Fehler.“ Die drei Androiden (Alexandra Lukas, Eva-Maria Keller, Marius Bistritzky), die ausgestattet mit Mikroports und in Robotermanier über die Bühne stolpern, leiden an einigen programmierten Fehlermeldungen: Denn sie wollen selbst Mensch sein und sind doch nur menschliche Roboter, die, ihrer automatisierten Routine folgend, uns unsere eigene Unvollkommenheit, unsere Projektionen und Sehnsüchte vor Augen führen.
Die deutsche Bühne
10. November 2018
HNA, Andreas Gebhardt
Mit ihren ruckartigen Bewegungen und dem monotonen Sprech-Singsang wirken sie wie echte Roboter, oder wie etwas, das wir für Roboter halten könnten, weil wir uns wie Menschen agierende Roboter genauso vorstellen. Wobei vor allem Alexandra Lukas eine geradezu betörende Anmut entwickelt. Stille Größe.
HNA
12. November 2018