
Alice: Eva-Maria Keller
Ben: Matthias Winde
Julia: Alina Rank
Gero: Björn Bonn
Alice: Eva-Maria Keller
Ben: Matthias Winde
Julia: Alina Rank
Gero: Björn Bonn
Alice: Eva-Maria Keller
Ben: Matthias Winde
Julia: Alina Rank
Gero: Björn Bonn
Alice: Eva-Maria Keller
Ben: Matthias Winde
Julia: Alina Rank
Gero: Björn Bonn
Alice: Eva-Maria Keller
Ben: Matthias Winde
Julia: Alina Rank
Gero: Björn Bonn
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Ben: Matthias Winde
Julia: Alina Rank
Gero: Björn Bonn
Alice: Eva-Maria Keller
Ben: Matthias Winde
Julia: Alina Rank
Gero: Björn Bonn
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Ben: Matthias Winde
Julia: Alina Rank
Gero: Björn Bonn
In einem Safari-Camp in Namibia sitzt ein deutsches Rentnerpaar vor seinem Canvas-Zelt. Es sitzt da, es sitzt fest. Vor zwei Jahren ist es ausgewandert und in ein Haus in der von Buren und Deutsch-Namibiern dominierten Küstenstadt Swakopmund gezogen. Ben will dahin zurück, er hat die Schnauze voll von blöden Travellern, Staub und Sand und Tierfotografie. Aber Alice leidet unter Panikattacken, seit in ihr Haus eingebrochen wurde. Nachts verfolgen sie Alpträume von schwarzen Horden, die ihr ihren Wohlstand neiden, tagsüber schwärmt sie von Robert Redford, Robert Redford alias Großwildjäger Denis Finch Hatton in Technicolor, der unsterbliche weiße Gutmensch in der medialen Fabel vom schaurigschönen Afrika. Alice verhindert die Abreise mit allen möglichen Tricks, schon schwelt ein Ehekrieg unter der wütend brennenden Sonne. Da taucht ein Gegenüber auf: Ein junges, frisch verliebtes Pärchen, aus Deutschland gekommen, um bei einem AIDS-Hilfe-Projekt mitzuarbeiten. Der Wettbewerb der Selbstdarstellung beginnt.
Robert Redfords Hände selig ist ein Kammerspiel in der Wüste: Rebekka Kricheldorf hat Edward Albees Figuren aus Wer hat Angst vor Virginia Woolf? unter das Brennglas der heißen Sonne Afrikas gesetzt. Namibia und der Postkolonialismus-Diskurs sind eine Folie, auf der Fragen nach Heimat und Kultur, Identität und Geschlechtsentwürfen verhandelt werden. Mit schwarzem Humor lässt Rebekka Kricheldorf ein altes Paar auf ein junges und Deutschland auf Afrika treffen.
Robert Redfords Hände selig ist eine Auftragsarbeit für das Staatstheater Kassel und wurde zu den Autorentheatertagen 2011 an das Deutsche Theater nach Berlin eingeladen. Nach Rosa und Blanca und Das Ding aus dem Meer ist es bereits die dritte Uraufführung von Rebekka Kricheldorf am Staatstheater Kassel. Kricheldorf wurde mit dem Kasseler »Förderpreis Komische Literatur 2010« ausgezeichnet.