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Staatsorchester Kassel

Orchester!

Das Staatsorchester Kassel ist ein ganz besonderer Klangkörper – nicht nur in Kassel und Nordhessen, sondern weltweit. Zählt es doch zu den ältesten Kulturorchestern überhaupt und blickt auf eine über 500-jährige Geschichte zurück. Treue Konzertbesucher werden sich sicher noch an das erst kürzlich gefeierte Jubiläumsjahr erinnern können. Das Staatsorchester ging aus der 1502 gegründeten Hofkapelle des Landgrafen Moritz von Hessen hervor. Bis heute hat sich das Orchester seine große Tradition bewahrt und ist gleichermaßen als Opern- und als Konzertorchester weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Auch in den letzten Jahrzehnten festigte das Staatsorchester seinen Ruf als Klangkörper auf höchstem Niveau. Das zeigt sich in der großen Reihe prominenter Dirigenten, die als Generalmusikdirektoren in Kassel wirkten: Christoph von Dohnányi (1963–1966), Gerd Albrecht (1966–1972) oder Adam Fischer (1987–1992). Sie alle haben nicht nur das klassische Repertoire für die Hörerinnen und Hörer gepflegt und ausgebaut, sondern aus Kassel und seinem Staatsorchester ein Experimentierfeld für neue Ausdrucksformen der Oper und des Konzerts gemacht.

Seit dieser Zeit haben sich beispielsweise die Jugend-, Gesprächs- und Werkstattkonzerte als wichtiger Bestandteil der Kasseler Musiklandschaft etabliert. Denn eines ist in Kassel längst verstanden worden: Ein neues und junges Publikum wächst nicht automatisch nach. Es muss aufgebaut werden. Das ist nur möglich, wenn auch neue Formen der Musikdarbietung und Vermittlung erprobt werden. Dass diese Versuche erfolgreich sind, zeigen die zahlreichen Projekte in Schulen, die Schüler- und Familienkonzerte, die Filmmusikreihe, die Verkaufsschlager ABBA, QUEEN, SWING und DISCO und nicht zuletzt das Theater-Jugendorchester. Sie beweisen, wie lebendig und unterhaltsam »die klassische Musik« sein will und kann.

Seit 2007 weht ein neuer, vielleicht ein wenig nordischer aber keinesfalls kühler Wind im Staatsorchester. Mit dem Schweden Patrik Ringborg übernahm nämlich ein Dirigent den Taktstock, der mit seinen Vorstellungen das Orchester nicht nur klanglich hörbar weiterentwickelt, sondern mit seinem breiten Selbstverständnis das Kollektiv Orchester auf neue Wege schickt. Das fängt mit der Gründung der Orchesterakademie an, die jungen Musikern am Ende des Studiums einen Einstieg in die professionelle Orchesterarbeit ermöglicht. Das führt zur intensiven Zusammenarbeit mit den Kasseler Musiktagen als feste Größe im Kasseler, aber auch deutschen Kulturleben. Und endet nicht beim Spohrjubiläum 2009, das sich selbstverständlich mit einer konzertanten Aufführung der Oper Jessonda im Spielplan wiederfand. Nicht zu vernachlässigen sind natürlich die Gustav-Mahler-Festtage, gegründet im Juli 1989 von Adam Fischer und 2005 durch Roberto Paternostro wieder im Kasseler Konzertleben verankert. Auch unter Patrik Ringborg wird diese Tradition fortgesetzt, so in der Spielzeit 2008/09 und natürlich zu Mahlers 100-jährigem Todestag 2011, der vom Staatsorchester mit zwei großen Konzerten gewürdigt wurde. Denn eines steht für das Kasseler Staatsorchester fest: Mahler ist nicht die Vergangenheit, sondern immer auch die Gegenwart und Zukunft.

All das ist Ausdruck, dass das Kasseler Staatsorchester nicht nur die gute Tradition der etablierten Klassik pflegt, sondern sehr genau weiß, wo seine Heimat ist. In Kassel – und natürlich in Hessen. Aus diesem Grund schneidet der Hessische Rundfunk regelmäßig Konzerte und Opernabende des Staatsorchesters mit und unterstreicht damit nicht nur die Qualität des Staatsorchesters, sondern fördert auch sein Renommee in Hessen und in ganz Deutschland.

In der Spielzeit 2015/16 am Staatstheater Kassel

Artaserse (ORCHESTER)
Boxenstop (Orchester)
Hänsel und Gretel (Orchester)
La Bohème (Orchester)
Orchester-Rallye
(Orchester)