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Bonnie und Clyde »Bonnie Parker maß 1,50 Meter, wog 42 Kilo, hatte erdbeerblonde Ringellöckchen, Sommersprossen und war in den Augen derer, die sie kannten, außergewöhnlich hübsch. Sie wurde geboren am 1. Oktober 1910 in Rowena, Texas.
Clyde Chestnut Barrow maß 1,74, wog 58 Kilo, gelte sein volles, braunes Haar nach hinten, wie es zu dieser Zeit üblich war und scheitelte es links. Frauen fanden ihn attraktiv. Er kam auf die Welt am 29. März 1909.«
Inmitten der Weltwirtschaftskrise gelangt das Bankräuberpaar Bonnie und Clyde zu Ruhm. Sie werden zum Inbegriff der attraktiven Desperados, die als Räuber und Mörder zumindest modisch immer gute Figur machen. Dass sie unter anderem neun Polizisten erschossen, gerät leicht in Vergessenheit über all den Hymnen der Popkultur, die ihnen gewidmet sind – Filme, Songs von Georgie Fame über die Toten Hosen bis Eminem oder Beyoncé. // Das Stück zeichnet den Weg von Bonnie und Clyde vom ersten Kennenlernen bis zum gemeinsamen Tod im Kugelhagel am 23. Mai 1934. Dabei kontrastiert der Autor den Mythos mit einer zweiten Ebene – einer Geschichte von heute, von Judith und Steini sowie dessen jüngerem Bruder Schneise, dem ›Problemfall‹ der Familie. Judith fühlt sich von seiner Abenteuerlust angezogen: »No risk, no fun«. Entstanden ist ein Stück, das voller Ironie, Komik und Träume ist, voller Verzweiflung, Brutalität und Schmerz. Und die Frage stellt, ob Menschenleben nicht zu teuer sind als Preis für Freiheit und Selbstverwirklichung.
Thomas Richhardt, geboren 1971 in Neuss, war Dramaturg beim Kinder- und Jugendtheater Münster und beim Jungen Ensemble Stuttgart, für das er 2006 BONNIE UND CLYDE schrieb.
Besetzung
Alina Rank
(Bonnie Parker und andere)
Björn Bonn
(Clyde Barrow und andere)
Aljoscha Langel
(Buck Barrow und andere)
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