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von links: Valentine Yannopoulos, Will Thompson, Zoe Gyssler, Shafiki Sseggayi, Katerina Toumpa, Sebastian Zuber, Cree Barnett Williams, Niv Melamed, Safet Mistele, Annamari Keskinen, Juan Tirado, Luca Ghedini © Martina Pipprich von links: Valentine Yannopoulos, Will Thompson, Zoe Gyssler, Shafiki Sseggayi, Katerina Toumpa, Sebastian Zuber, Cree Barnett Williams, Niv Melamed, Safet Mistele, Annamari Keskinen, Juan Tirado, Luca Ghedini $copy; Martina Pipprich

von link: Sebastian Zuber, Luca Ghedini, Will Thompson, Zoe Gyssler © Martina Pipprich von link: Sebastian Zuber, Luca Ghedini, Will Thompson, Zoe Gyssler $copy; Martina Pipprich

von links: Juan José Tirado Pulido, Safet Mistele, Will Thompson, Luca Ghedini © Martina Pipprich von links: Juan José Tirado Pulido, Safet Mistele, Will Thompson, Luca Ghedini $copy; Martina Pipprich

Will Thomspon, Katerina Toumpa und Zoe Gyssler © Martina Pipprich Will Thomspon, Katerina Toumpa und Zoe Gyssler $copy; Martina Pipprich

Shafiki Sseggayi © Martina Pipprich Shafiki Sseggayi $copy; Martina Pipprich

Sebastian Zuber, Will Thompson, Luca Ghedini, Juan Tirado, Safet Mistele, Thomas Bockelmann © Martina Pipprich Sebastian Zuber, Will Thompson, Luca Ghedini, Juan Tirado, Safet Mistele, Thomas Bockelmann $copy; Martina Pipprich

Ensemble © Martina Pipprich Ensemble $copy; Martina Pipprich

von links: Alessia Ruffolo, Zoe Gyssler, Niv Melamed, Sebastian Zuber (verdeckt), Katerina Toumpa, Cree Barnett Williams, Safet Mistele, Juan Tirado, Annamari Keskinen und Will Thompson © Martina Pipprich von links: Alessia Ruffolo, Zoe Gyssler, Niv Melamed, Sebastian Zuber (verdeckt), Katerina Toumpa, Cree Barnett Williams, Safet Mistele, Juan Tirado, Annamari Keskinen und Will Thompson $copy; Martina Pipprich

Annamari Keskinen, Shafiki Sseggayi, Victor Rottier und Gotaute Kalmataviciute © Martina Pipprich Annamari Keskinen, Shafiki Sseggayi, Victor Rottier und Gotaute Kalmataviciute $copy; Martina Pipprich

Shafiki Sseggayi und Ensemble © Martina Pipprich Shafiki Sseggayi und Ensemble $copy; Martina Pipprich

Ensemble © Martina Pipprich Ensemble $copy; Martina Pipprich

von links: Valentine Yannopoulos, Safet Mistele, Katerina Toumpa, Niv Melamed © Martina Pipprich von links: Valentine Yannopoulos, Safet Mistele, Katerina Toumpa, Niv Melamed $copy; Martina Pipprich

Shafiki Sseggayi und Victor Rottier © Martina Pipprich Shafiki Sseggayi und Victor Rottier $copy; Martina Pipprich

Juan Tirado und Zoe Gyssler © Martina Pipprich Juan Tirado und Zoe Gyssler $copy; Martina Pipprich

Sebastian Zuber und Gotaute Kalmataviciute © Martina Pipprich Sebastian Zuber und Gotaute Kalmataviciute $copy; Martina Pipprich

Alessia Ruffolo, Valentine Yannopoulos, Cree Barnett Williams und Niv Melamed © Martina Pipprich Alessia Ruffolo, Valentine Yannopoulos, Cree Barnett Williams und Niv Melamed $copy; Martina Pipprich

von links: Juan Tirado, Shafiki Sseggayi, Sebastian Zuber und Katerina Toumpa © Martina Pipprich von links: Juan Tirado, Shafiki Sseggayi, Sebastian Zuber und Katerina Toumpa $copy; Martina Pipprich

Luca Ghedini und Katerina Toumpa © Martina Pipprich Luca Ghedini und Katerina Toumpa $copy; Martina Pipprich

von links: Luca Ghedini und Safet Mistele © Martina Pipprich von links: Luca Ghedini und Safet Mistele $copy; Martina Pipprich

Shafiki Sseggayi und Pin-Chieh Chen © Martina Pipprich Shafiki Sseggayi und Pin-Chieh Chen $copy; Martina Pipprich

Annamari Keskinen und Thomas Bockelmann © Martina Pipprich Annamari Keskinen und Thomas Bockelmann $copy; Martina Pipprich

Sebastian Zuber, Safet Mistele, Katerina Toumpa und Annamari Keskinen © Martina Pipprich Sebastian Zuber, Safet Mistele, Katerina Toumpa und Annamari Keskinen $copy; Martina Pipprich

Shafiki Sseggayi © Martina Pipprich Shafiki Sseggayi $copy; Martina Pipprich

von links: Safet Mistele, Katerina Toumpa, Alessia Ruffolo und Juan Tirado © Martina Pipprich von links: Safet Mistele, Katerina Toumpa, Alessia Ruffolo und Juan Tirado $copy; Martina Pipprich

Annamari Keskinen und Thomas Bockelmann © Martina Pipprich Annamari Keskinen und Thomas Bockelmann $copy; Martina Pipprich

von links: Luca Ghedini, Will Thompson, Katerina Toumpa, Zoe Gyssler © Martina Pipprich von links: Luca Ghedini, Will Thompson, Katerina Toumpa, Zoe Gyssler $copy; Martina Pipprich

Pin-Chieh Chen, Annamari Keskinen und Shafiki Sseggayi © Martina Pipprich Pin-Chieh Chen, Annamari Keskinen und Shafiki Sseggayi $copy; Martina Pipprich

von links: Gotaute Kalmataviciute und Annamari Keskinen © Martina Pipprich von links: Gotaute Kalmataviciute und Annamari Keskinen $copy; Martina Pipprich

Victor Rottier © Martina Pipprich Victor Rottier $copy; Martina Pipprich

the rite of spring

Tanztheater: Drei Stücke von Johannes Wieland
Mit Musik von Johann Sebastian Bach (Chaconne d-Moll), György Ligeti (Ramifications) und Igor Strawinsky (Le sacre du printemps)
Mit dem Staatsorchester Kassel
Premiere: 29.04.2017, 19.30 Uhr | Opernhaus
Dauer: 2 Stunden
Musikalische Leitung: Alexander Hannemann
Choreografie und Inszenierung: Johannes Wieland
Bühne: Momme Röhrbein
Kostüme: Angelika Rieck
Licht: Dirk Thorbrügge
Dramaturgie: Dr. Thorsten Teubl
Proben- und Trainigsleitung: Lauren Rae Mace

Wo beginnt eigentlich Ausgrenzung? Johannes Wieland forscht an den Schnittpunkten von Integration und Exklusion. Sind Werte und Verhaltensweisen von Individuen innerhalb einer Gesellschaft verhandelbar und beeinflussbar? Verlangen die Produktion und Gestaltung von Identität das Abgrenzen gegenüber dem Anderen, dem Fremden? Im Zentrum der Trilogie steht der Mensch, in seinen unentrinnbaren kulturellen und existenziellen Verflechtungen, am Abgrund von Apartheid und Entgrenzung. Wieland zeigt Menschen, die sich verirren und gleichzeitig um Halt ringen – die somit zum Sinnbild für Menschlichkeit und menschliches Verhalten werden. In ihnen begegnen wir uns selbst.

Nach der Chaconne für Solo-Violine aus Johann Sebastian Bachs Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004 folgt György Ligetis »Ramifications«. Anschließend wird im dritten Teil »Le sacre du printemps« von Igor Strawinsky zu hören sein. Es spielt das Staatsorchester Kassel unter der Leitung des Koordinierten Ersten Kapellmeisters Alexander Hannemann.

 

I

wir ordnen dinge so ein, dass sie uns schluessig erscheinen. wir ordnen dinge so ein, dass sie anderen schluessig erscheinen. wir lernen zu luegen.

wir vergessen. 

wir steuern unser gehirn. manchmal. und unser gehirn steuert uns. meistens.

wir geben uns selbst befehle, die unser weit verzweigtes nervengeflecht ueber synapsen wieder an einen teil von uns weiterleitet.

wir hoffen auf einen gleichmaessigen puls.

wir lernen mathematische gleichungen zu loesen und sie in lineare und nichtlineare gleichungssysteme einzuordnen. wir verlernen dinge nicht einordnen zu muessen.

wir verlieren uns. wir finden uns wieder. wir verstecken uns.

wir lassen atome aufeinander zusteuern. wir lassen atome beschleunigen. wir lassen atome kollidieren. wir spalten sie.

ein problem? wir loesen es. ein problem? wir zerbrechen an ihm.

wir wuenschen uns kontrolle. wir erringen kontrolle. wir verteidigen sie. wir halten sie fest. wir verlieren sie.

wir warten ab.


II

manchmal lassen wir jemanden herein - in unsere gedankenwelt. das chaos bleibt. und manchmal verstehen wir, was wirklich wichtig ist.

aber wir sprechen es nicht aus.

wir versuchen uns zu bessern. wir bessern uns.

wir erkennen schoenheit. wir versuchen sie zu besitzen.

wir wissen, dass schoenheit nicht kaeuflich ist. wir kaufen schoenheit. 

wir empfinden, dass der melaninanteil in unserer haut keine politische bedeutung hat.

wir merken, dass der melaninanteil in unserer haut eine politische bedeutung haben koennte.

wir finden heraus, dass der melaninanteil in unserer haut eine politische bedeutung hat.

wir verstehen, dass das kleine sehr gross sein kann und umgekehrt. unabhaengig davon verstehen wir nur sehr wenig. 

wir reflektieren. wir bewegen. wir entscheiden. wir verwerfen. wir reflektieren.

wir beobachten uns.


III

irgendwann endet die beschleunigung der atome.

die politische bedeutung unseres melaninanteils in der haut endet.

mathematische gleichungen enden.

dann faengt etwas neues an:

das fokussieren faengt an. das fokussieren auf dich und deinen koerper faengt an.

das fokussieren auf deine muskelfasern, die kurz vor dem zerreissen stehen, in der achterbahn, in der du sitzt, die mit 240 km/h faehrt, während du verstehst, dass du eigentlich sehr verletzlich bist, dir aber immer viel muehe gibst es zu verbergen, faengt an.

das gruen, dass du wahrnimmst, waehrend du mit der achterbahn entlang bretterst, faengt an. kurz auf das meer sehen faengt an. die beschleunigung deines atems faengt an. das herumschwirren von abertausenden pollen, die sich in deinen haaren verfangen, faengt an. das festhalten hoert auf und das loslassen faengt an. schwerelosigkeit faengt an. das herumschwirren von abertausenden metallsplittern, waehrend die achterbahn entgleisst und du die sperre mit deinem koerper durchbrichst und nicht mehr dazu kommst deinen gedanken zuendezudenken, faengt an.
(Johannes Wieland mit Dank an Katerina Toumpa und Gundel Volker)

Vorstellungen
20.04.17, 19.00
29.04.17, 19.30
03.05.17, 19.30 Tickets
05.05.17, 19.30 Tickets
10.05.17, 19.30 Tickets
14.05.17, 19.30 Tickets
20.05.17, 19.30 Tickets
06.06.17, 19.30 Tickets
09.06.17, 19.30 Tickets
16.06.17, 19.30 Tickets
24.06.17, 19.30 Tickets
Staatstheater Kassel, Friedrichsplatz 15, KasselHessen0561/1094222
Opernhaus
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