Arnold Bezuyen

Tenor (Gast)
Zur Person
Arnold Bezuyen studierte Gesang in Amsterdam und begann seine Karriere an der dortigen Hoofdstad Operette mit Rollen wie Braselien und Gardefeu in La Vie Parisienne, Camille de Rossillon in Die Lustige Witwe, Tassilo in Gräfin Mariza und Koltay in Viktoria und ihr Husar. Nach einem Engagement am Opernstudio Amsterdam führte ihn sein weiterer Weg über die Theater Augsburg und Bremen an die Wiener Staatsoper. Mittlerweile hatte er sein Repertoire um zahlreiche Rollen des lyrischen und jugendlich-dramatischen Tenorfachs erweitert: Tamino (Die Zauberflöte), Alfred (Die Fledermaus), Italienischer Sänger (Der Rosenkavalier), Alfredo (La Traviata), Pinkerton (Madama Butterfly), Ismael (Nabucco), Turiddu (Cavalleria Rusticana), Alwa (Lulu), Erik (Der fliegende Holländer) und Loge (Das Rheingold).
Vor allem die Ring-Partien des Mime und Loge sowie der Herodes in Salome wurden zum Dreh- und Angelpunkt seiner weiteren Karriere und ihm persönlich zu einer Herzensangelegenheit. Mit dem Loge gab er 1998 unter James Levine sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen, worauf weitere 15 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit mit diesem Haus folgten. 2020 wird er zu den Bayreuther Festspielen zurückkehren und in der Neuproduktion des Ring des Nibelungen den Mime sowohl im Rheingold als auch im Siegfried übernehmen.
Zu den weiteren Stationen seines künstlerischen Werdegangs zählen das Liceu in Barcelona, die Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden, die New Yorker Met sowie weitere renommierte Opernhäuser weltweit, unter anderem Amsterdam, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Los Angeles, Neapel, Paris, Stuttgart, Tokio, Leipzig und Valencia
Neben der Oper widmet er sich einer regen Lied- und Konzerttätigkeit. Mit Mahlers Das Lied von der Erde trat er in Utrecht, Den Bosch und Dortmund auf, mit Beethovens 9. Sinfonie in der Laiezhalle Hamburg und im Wiener Musikverein. Mahlers Das klagende Lied sang er mit dem NDR-Symphonieorchester in Hamburg und mit dem Concertgebouw Orchester unter Jaap van Zweden in Amsterdam. Unter Sir Simon Rattle war er mit Weils Die Sieben Todsünden bei den Osterfestspielen Salzburg zu hören. Weitere Engagements führten ihn mit einer konzertanten Aufführung von Zemlinkys König Kandaules in das Concertgebouw Amsterdam sowie mit Strawinskys Les Noces mit dem Orchestre de Paris unter Pierre Boulez in den Salle Pleyel. Zu seinen Paraderollen zählt der Klaus-Narr in Schönbergs Gurre-Lieder, die er bislang in Paris, Monte Carlo, Berlin, Straßburg, Bilbao und Aarhus interpretierte. Darüber hinaus entwickelte sich für ihn der Liedgesang mit Werken von Beethoven, Berg, Wolf, Schubert, Schumann und Strauss zu einer weiteren Leidenschaft.
Arnold Bezuyen hat unter vielen renommierten Dirigenten wie Pierre Boulez, Sir Andrew Davis, Christoph Eschenbach, Adam Fischer, Marek Janowski, Julia Jones, Philippe Jordan, Gustav Kuhn, James Levine, Fabio Luisi, Andris Nelsons, Seiji Ozawa, Antonio Pappano, Simon Rattle und Christian Thielemann gesungen.
Eine umfangreiche Diskografie rundet sein künstlerisches Schaffen ab: Loge (Das Rheingold) unter Christian Thielemann und Gustav Kuhn, Das Klagende Lied unter Jaap van Zweden, die Gurre-Lieder unter Marc Albrecht Gunter Neuhold und John Fiore, Beethovens Neunte unter Kristjan Järvi sowie CD-Einspielungen mit Liedern von Richard Strauss, Robert Schumann und Alban Berg.

Aktuelle Produktionen
Vorabend

Das Rheingold

Richard Wagner