Patrik Ringborg
Generalmusikdirektor
Patrik Ringborg wurde in Stockholm geboren. Nach Studien an der dortigen Königlichen Hochschule für Musik sowie bei Hofkapellmeister Kurt Bendix war er ab 1989 als Korrepetitor und Assistent des Chefdirigenten an der Königlichen Oper Stockholm engagiert. Bereits 1988 arbeitete er an der Sächsischen Staatsoper Dresden als Assistent des Chefdirigenten und hatte 1992 die gleiche Position an der Canadian Opera Toronto inne.
1993 debütierte er als Dirigent an der Königlichen Oper Stockholm.
1993 wurde Patrik Ringborg als Kapellmeister am Freiburger Theater engagiert, ab 1995 in der Position des 1. Kapellmeisters. Anschließend folgte 1999 einen Vertrag als 1. Kapellmeister am Aalto-Theater Essen, wo er bis 2003 neben Sinfoniekonzerten über 20 Musiktheaterwerke, darunter u.a. die Premieren von Faust, Don Pasquale, Viva la Mamma, Der Freischütz, Andrea Chénier sowie Orpheus von Hans Werner Henze leitete.
Patrik Ringborg war künstlerischer Leiter des deutschen kurt weill festes 2000 und bis zum Sommer 2007 Chefdirigent am Theater Freiburg und leitete dort u.a. die Premieren von Das Rheingold und Elektra sowie zwei Konzerte mit Mahlers 3. Symphonie.
Patrik Ringborg ist seit 2007 Generalmusikdirektor am Staatstheater Kassel und leitet in dieser Spielzeit neben viele Konzerte die Premieren von Salome, Der fliegende Holländer und Dialogues des Carmelites sowie eine Wiederaufnahme von Peter Grimes.
Ringborg ist Präsident der Orchesterakademie des Staatsorchesters Kassel und künstlerischer Leiter der Gustav-Mahler-Festtage, die im April-Mai 2009 in Kassel wieder stattfinden.
Mit einer vielfaltigen Konzerttätigkeit und über 70 Musiktheaterwerke im Repertoire gehört Ringborg zu den erfolgreichsten schwedischen Dirigenten. Seine Gastdirigate führten ihn zu zahlreichen deutschen Orchestern, u.a. der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Radio-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Sinfonieorchester des WDR Köln, dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, dem Münchner Rundfunkorchester, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Staatskapelle Weimar, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, den Essener Philharmonikern, den Stuttgarter Philharmonikern und dem Bremer Staatsorchester. In Schweden gastierte er bei allen bedeutenden Orchestern und leitete Konzerte in Ungarn, Italien, Spanien, Frankreich, Norwegen, Österreich und auf Irland.
Seit dem Debut mit Tannhäuser 1998 gastierte Patrik Ringborg jährlich an der Göteborger Oper und dirigierte dort acht Jahre lang sämtliche Wagner-Produktionen. Im Herbst 2000 leitete er Lohengrin und wurde zum 1. Gastdirigenten ernannt; 2003 folgte die Neueinstudierung von Tristan und Isolde. Nach dieser Produktion wurde der Opernpreis der Tageszeitung Svenska Dagbladet dem Göteborger Opernorchester verliehen. Außerdem wurde Ringborg für den Preis der schwedischen Zeitschrift Opera nominiert. 2004 folgte eine Premiere von Die Walküre.
Mit der Staatskapelle Weimar pflegt Patrik Ringborg seit 2004 eine enge Verbindung: In dem Jahr dirigierte er konzertante Aufführungen von Werther am Deutschen Nationaltheater Weimar, wo er 2006 eine Neuproduktion von Lady Macbeth von Mzensk leitete. 2008 kehrte er nach Weimar zurück, um mit der Staatskapelle Tosca einzustudieren, eine Produktion, die in diesem Jahr wieder aufgenommen wird. Er leitete die Staatskapelle auch bei Sinfoniekonzerten und auf eine Konzertreise nach Italien.
Als Operndirigent gastierte er außerdem u.a. mit La Bohème an der Wiener Volksoper, mit Nabucco an der Sächsischen Staatsoper Dresden sowie mit Die Macht des Schicksals an der Deutschen Oper Berlin, wo er im Oktober 2008 auch die Wiederaufnahme von Manon Lescaut leitete. Bei der Nobelpreisverleihung im Dezember 2008 dirigierte er die Königlichen Philharmoniker Stockholm.
Im Frühjahr 2010 leitet Patrik Ringborg Der Rosenkavalier an der Oper Köln.
http://ringb.org/deut.html