7. Sinfoniekonzert

Werke von Strawinsky und Schubert
18. Mai 2020

Programm
Igor Strawinsky Petruschka – Burleske in vier Szenen
Franz Schubert Sinfonie Nr. 8 C-Dur Die Große

Igor Strawinsky hat mit den drei Ballettmusiken zu Feuervogel, Sacre du Printemps und Petruschka seinen Weltruhm begründet. In seiner 1910 ursprünglich entstandenen Konzert-Burleske erzählt er die Geschichte des russischen Kasperles »Petruschka«. Die Uraufführung am 13. Juni 1911 in Paris wurde ein absoluter Erfolg. Igor Strawinsky gelang hier eine unheimlich farbige und abwechslungsreiche folkloristische Musik, die dem Orchester allerhand Virtuosität und Spielwitz abverlangt.
Der lettische Dirigent Ainārs Rubiķis, seit der Saison 2018/19 Chefdirigent der Komischen Oper in Berlin und erstmals in Kassel zu erleben, wird sich bei diesem Konzert auch mit der großen C-Dur-Sinfonie von Franz Schubert vorstellen. Schubert, dessen Lied- und Kammermusik zu seinen Lebzeiten durchaus geschätzte waren, blieb auf dem Gebiet der sinfonischen Musik lange Zeit ein Unbekannter. Erst zehn Jahre nach Schuberts Tod wurde Robert Schumann bei einem Wienbesuch auf das Autograph dieser Sinfonie aufmerksam. »Hier ist außer meisterlicher musikalischer Technik der Komposition, noch Leben in allen Fasern, Kolorit bis in die feinste Abstufung, Bedeutung überall, schärfster Ausdruck des Einzelnen, und über das Ganze endlich eine Romantik ausgegossen, wie man sie schon anderswoher an Franz Schubert kennt« – schrieb er in der »Neuen Zeitschrift für Musik«. Am 21. März 1839 fand die umjubelte Uraufführung unter Felix Mendelssohn Bartholdy im Leipziger Gewandhaus statt. Einen vergleichbaren Erfolg hat der mit 31 Jahren viel zu früh verstorbene Schubert Zeit seines Lebens nie erfahren dürfen.
Besetzung
Musikalische Leitung