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z.B. Philip Seymour Hoffman (DSEA)

von Rafael Spregelburd in der deutschen Übersetzung von Klaus Laabs
DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG 20. September 2020
Dauer 2 Stunden, keine Pause

Trailer
Inhalt
In my mind    |    Wer? Wer??    |    Weihnachten im November
Ein japanischer Teenager, der in einer Gameshow alles über seinen Lieblingsschauspieler beantworten kann, sogar die Farbe dessen Slips … jetzt, im Augenblick der Show. Sodann ein Schauspieler, der zur Identitäts-Therapie muss, weil er zwar arbeitslos ist, zugleich dauernd für Philip Seymour Hoffman gehalten wird. Und zu guter Letzt kein Geringerer als eben der legendäre Philip Seymour Hoffman, der von einer Produktionsfirma ein überaus seltsames Angebot erhält … Willkommen im magischen Realismus. Drei Handlungsstränge, in denen die Zeit nicht linear verläuft, Kausalitäten höchst subjektiv sind, das Wunderbare alltäglich, das Alltägliche dagegen wunderbar. In Südamerika, bei Jorge Luis Borges etwa oder Gabriel García Márquez, floriert dieses Genre, in dem du die Geschichte schreibst und die Geschichte dich: Transitions in eine Dritte Realität, die Zone zwischen dem echten Wirklichen und dem fiktiven Realen. In diesem Sinne zaubert (oder realisiert) der argentinische Schauspieler, Regisseur und Autor Rafael Spregelburd dieses Tableau absurder, zärtlicher, existentialistischer und verrückter Szenen um einen animierten Flughafen, den hungrigen Godzilla, ein Haus aus Papier, den Prototyp der Kartoffel und: Weihnachten im November! Und natürlich auch »zum Beispiel« – Philip Seymour Hoffman …
Besetzung
Pressestimmen
nachtkritik.de, Michael Laages
Das Stück wirft eine Art Spinnennetz aus Traum und Alptraum aus, durchdrungen und unterfüttert mit Assoziationen zu einigen Filmen, die der Programmtext aus der Dramaturgie auch für jene Kundschaft benennt, die nicht gar so oft vor Leinwänden und Bildschirmen und dafür lieber im Theater hockt.
nachtkritik.de
20. September 2020
Die Deutsche Bühne, Detlev Baur
Vor nicht mehr als 30 Zuschauern entwickelt sich also ein unterhaltsames Gruselkabinett aus menschlichen Puppen, das durch deren Verletzlichkeiten eine eigenwillige Schönheit entwickelt.
Die Deutsche Bühne
20. September 2020
HNA, Bettina Fraschke
"[...] es ist ein absolut lohnendes Theatererlebnis entstanden, das sowohl viel Augenfutter als auch intelligente, witzige Denkanstöße zum Thema Identität bietet."
HNA
22. September 2020