Vorgestellt! – Einführungsmatinee zu Anfang und Ende – B.A.C.H.⁶¹

PREMIERE 26. Januar 2019

Kaum einer der nach ihm geborenen Komponisten wollte an Johann Sebastian Bach vorbei, er galt ihnen als Anfang und Ende aller Musik. Und das bis heute.
Bachs großes Genie zeigt sich unter anderem darin, dass er Texte als Bilder begriff und diese kompositorisch mit höchster Kunstfertigkeit umsetzte. Zentrum seines Werks bildet die Kirchenmusik: Sind diese Stücke gleichwohl in einem liturgischen Kontext gedacht, bergen sie eines wie das andere Dramen – wie es das Mensch-Sein an sich mitbringt. Jede von Bachs Kantaten, die wir hier für die Opernbühne dramatisieren, ist ein in sich geschlossenes Kunstwerk, in dem sich einzigartig Gleichzeitigkeit offenbart: Weinen, Klagen, Freuen kommen gleichzeitig vor und werden als Affekt zur klingenden Sprache, denn Bach geht es nicht um die Tragödie im Kleinen. Ihm geht es um das Weltgeschehen, und so fragt er in seinem Gesamtwerk auch danach: Wie lebe ich, dass ich würdig sterben kann?
Auf unser szenisch-ästhetisches Vorhaben mit Kirchen-Kantaten Bachs, mit dem wir am 26. Januar 2019 im Opernhaus Premiere feiern, stimmen wir Sie gemeinsam in einer sonntäglichen Matinee ein.