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Die offene Darstellung von Verführung, sexuellem Begehren und einer Liebe, die nicht auf Dauer gründete, schockierte im 19. Jahrhundert zunächst, ehe man sich die Faszination eingestand, die von der Handlung ausging und die vielmehr noch ihre Protagonistin Carmen ausstrahlte und bis heute ausstrahlt.
Prosper Mérimée 1845, Georges Bizets meisterliches Musikdrama 1875 und schließlich 1981 die Fassung des Autorenteams um Peter Brook markieren die Stationen ihrer Erfolgsgeschichte. Und Carmen selbst wurde unendlich oft verkörpert auf allen Bühnen dieser Welt. Mit gutem Grund. Nicht zuletzt begründete sie den Mythos einer Frau, die um keinen Preis ihre Freiheit aufgibt – und das tut sie singend. 
In Hintergründiges zur Entstehung und Rezeption der Oper in ihren verschiedenen Facetten und zu dem ästhetisch-szenischen Umsetzungsvorhaben für die Kasseler Opernbühne weihen wir Sie bei unserer sonntäglichen Matinee ein.