Marina Prudenskaya

Mezzosopranistin (Gast)
Zur Person
Marina Prudenskaya studierte Gesang in ihrer Heimatstadt St. Petersburg und wurde anschließend am Moskauer Stanislawskij-Opernhaus engagiert. Nach dem Gewinn des ersten Preises beim ARD-Musikwettbewerb 2003 gehörte die Mezzosopranistin als Ensemblemitglied zunächst dem Staatstheater Nürnberg an, später dann der Deutschen Oper Berlin und der Staatsoper Stuttgart. 2013 wechselte sie in das Ensemble der Staatsoper Unter den Linden, wo sie unter anderem als Komponist (Ariadne auf Naxos), Marie (Wozzeck), Azucena (Il trovatore), Venus (Tannhäuser), Ulrica (Un ballo in maschera), Eboli (Don Carlo) und Ljubascha (Die Zarenbraut) zu erleben war.
Zu ihren weiteren zentralen Partien zählen Amneris (Aida), Octavian (Der Rosenkavalier), Marfa (Chowanschtschina), Adalgisa (Norma), Waltraute (Götterdämmerung) und Brangäne (Tristan und Isolde), mit denen sie am Teatro alla Scala, dem Opernhaus Zürich, dem Royal Opera House Covent Garden, der Königlichen Oper Kopenhagen, den Salzburger Osterfestspielen sowie in Hong Kong, Monte Carlo, Santiago de Chile und Washington gastierte.
Nach ihrem Debüt 2006 bei den Bayreuther Festspielen als Floßhilde in der Neuproduktion von Der Ring des Nibelungen unter der Leitung von Christian Thielemann kehrte sie 2016 nach Bayreuth als Waltraute in Götterdämmerung zurück und übernahm dort unter dem Dirigat von Placido Domingo 2018 die Partien der Fricka und Schwertleite (Die Walküre).
Zu ihren jüngsten Gastverpflichtungen zählen unter anderem Gertrud/Knusperhexe (Hänsel und Gretel) an der Oper Zürich, Lady Macbeth (Macbeth) in Antwerpen, Azucena am Teatro Real Madrid und an der Oper Köln, Amneris in Genf, Eboli an der Opéra Bastille Paris und Erda (Das Rheingold) an der Oper Leipzig.
Sie sang unter Dirigenten wie Daniel Barenboim, Zubin Mehta und Philippe Jordan und arbeitete mit Regisseuren wie Martin Kušej, Calixto Bieito und Sergio Morabito zusammen. Als Konzertsängerin debütierte sie in Verdis Messa da Requiem mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Mariss Jansons bei den Salzburger Osterfestspielen. Zudem sang sie unter anderem unter Vladimir Jurowski Mahlers Lied von der Erde in Moskau sowie unter Marek Janowski Berlioz’ Les nuits d´été im Kulturpalast Dresden.
Am Staatstheater Kassel wird sie in der Spielzeit 2020–21 in der Titelrolle von La tragédie de Carmen zu sehen sein. 

(c) Foto: Tanja Dachsel
Aktuelle Produktionen
nach Georges Bizet, Henri Meilhac und Ludovic Halévy, Prosper Mérimée
Adaptation: Marius Constant, Jean-Claude Carrière und Peter Brook