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Madama Butterfly

Giacomo Puccini
Japanische Tragödie in drei Aufzügen
PREMIERE  8. Dezember 2018
Sprache In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer 2 Stunden 50 Minuten, eine Pause
zum letzten Mal
Fr 21 Jun

Cio-Cio-San ist als Madama Butterfly in die Operngeschichte eingegangen. Mit diesem Werk schenkte Puccini uns eine japanische Tragödie, die von einer bedingungslos liebenden Frau und einem oberflächlichen, selbstsüchtigen Mann handelt, an deren Ende Cio-Cio-San nur der Tod bleibt.
19:30 — 22:20 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

Inhalt
Anfang des 20. Jahrhunderts: Japan gilt als militärische Großmacht und aufgrund des damit einhergehenden wirtschaftlichen Aufschwungs pflegt das Land zahlreiche Handelskontakte mit westlichen Staaten. Dies ist der historische Hintergrund für die Begegnung zweier Welten: Anders als in der Heimat des amerikanischen Marineoffiziers Pinkerton ist die festgefügte japanische Gesellschaft durch strenge Bräuche geprägt.
Vor diesem Gegensatz entfaltet sich die menschliche Tragödie um eine bedingungslos liebende Frau und einen oberflächlichen selbstsüchtigen Mann: Cio-Cio-San bricht für die Liebe ihres Lebens mit ihrer Vergangenheit und dem, was sie an ihre Heimat bindet, für ihn aber ist die Heirat nur Auftakt für ein exotisches Liebesabenteuer, an dessen Ende Pinkerton Cio-Cio-San schwanger in der Isolation zurücklässt. Drei Jahre lang wartet sie geduldig auf seine Rückkehr – um sich dann eingestehen zu müssen: Sie hat sich um ihr eigenes Leben gewartet.
Keine andere Oper Puccinis beruht so ausschließlich auf einer einzigen Person:
Cio-Cio-San ist als Madama Butterfly in die Operngeschichte eingegangen. Mit ihr schenkte Puccini uns eine »tragedia giapponese«, in der er sein bewährtes Klangspektrum um feinsinnig-fernöstliche Dimensionen von großer emotionaler Kraft erweitert.

Jan-Richard Kehl übernimmt die Inszenierung für den aus persönlichen Gründen verhinderten Regisseur Lorenzo Fioroni. Kehl, der in der Vergangenheit schon mit Fioroni zusammengearbeitet hat, wird im Wesentlichen das Konzept übernehmen, d. h. er wird die Puccini-Oper »nach einer Idee von Lorenzo Fioroni« inszenieren. 
Pressestimmen
hr2 kultur | Klassikzeit 10.12.18 | Astrid Gubin
HNA, Werner Fritsch
Es war ein erfolgreicher, musikalisch glücklicher Abend, der von einem großen Publikum mit rhythmischem Klatschen gefeiert wurde, wobei ein nicht zu kleiner Anteil der Bravos dem jungen Dirigenten galt, der vom Staatstheater Meiningen nach Kassel kam.
HNA
5. Februar 2019
HNA, Werner Fritsch
Doch gerade dabei gelingen Kehl eindringliche Bilder für Cio-Cio-Sans Zerrissenheit im Niemandsland zwischen den Kulturen, ihre Einsamkeit – und ihren Realitätsverlust: Denn sie hat gar kein Kind, sondern nur eine glubschäugige Puppe, auf die die verlassene Frau ihre Sehnsüchte projiziert.
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10. Dezember 2018
Der Opernfreund, Dr. Peter Bilsing
Ein Musiktheaterabend, den man so schnell nicht vergisst, der unter die Haut geht...
Wenn dazu noch gesungen wird wie an der MET - ich möchte pars pro toto die grandiose Marta Hermann (Suzuki) noch neben die Weltstimme von Celine Byrne (Butterfly) stellen und auch die Herren Merunas Vitulkis (Pinkerton), Hansung Yoo (Sharpless), sowie Bassem Alkhouri (Goro) gleichermaßen ins herausragende Lob einbeziehen - dann ist der Puccini-Fan sowie der eigentlich konservative bärbeißige Rezensent gleichermaßen beglückt wie das Publikum.
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16. März 2019
Frankfurter Rundschau, Georg Pepl
[...] es gibt einen klar konturierten Puccini-Klang. [...]
Frankfurter Rundschau
13. Dezember 2018