7. Sinfoniekonzert | Karfreitagskonzert

Hörfunksendung
Werke von Dvořák und Tschaikowsky
Das Konzert am 2. April musste für Publikum abgesagt werden, wurde aber vom hr aufgezeichnet.
Sendetermin: Sonntag, 13. Juni 2021, 20.04 Uhr auf hr2-kultur

Programm
Antonín Dvořák Biblische Lieder op. 99
Peter I. Tschaikowsky Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 Pathétique

Antonín Dvořák erreichte die Nachricht vom Tod seines Vaters 1894, als er gerade Direktor des National Conservatory of Music in New York war. Kurz zuvor hatte die Musikwelt auch den berühmten Dirigenten Hans von Bülow sowie Peter I. Tschaikowsky verloren, mit beiden war Dvořák befreundet gewesen. So war es nicht verwunderlich, dass der gläubige Katholik in den Biblischen Gesängen seine große Trauer verarbeitete. Inspiriert durch Dvořáks tiefe Religiosität entstanden zehn Psalmenvertonungen des Alten Testaments, von ergreifender Schlichtheit und Schönheit. An seinen Verleger Simrock schreibt der Komponist, es sei das Beste »was ich bis jetzt auf diesem Gebiete geleistet habe.«

»Ich habe übergroße Lust, eine grandiose Sinfonie zu schreiben, die den Schlussstein meines Schaffens bilden soll«, schreibt Tschaikowsky 1890. Bis der Komponist schließlich seine letzte Sinfonie verfassen sollte, dauerte es allerdings noch drei Jahre. Kurz nach der Uraufführung stirbt Tschaikowsky an Cholera, ob vorsätzlich herbeigeführt, wird immer im Dunkeln bleiben. »Ich liebe es, wie ich nie zuvor eines meiner musikalischen Produkte geliebt habe«, sagte er über seine sechste Sinfonie.

Besetzung
Mezzosopran
Musikalische Leitung