8. Sinfoniekonzert

Werke von Copland, Schostakowitsch und Strauss
24. Juni 2019

Besetzung
Programm
Aaron Copland
Quiet City
Dmitri Schostakowitsch
Aus jüdischer Volkspoesie Lieder op.79
Richard Strauss
Ein Heldenleben op. 40

1939 schrieb Aaron Copland The Quiet City zu Irwin Shaws gleichnamigen Theaterstück, das jedoch beim Publikum nicht ankam und zum Misserfolg wurde. Die Theatermusik überarbeitete und arrangierte der aus Brooklyn stammende Copland schließlich 1941 neu und so wurde glücklicherweise seine Musik in den Konzertsälen erhalten.
Wie viele andere Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts ließ sich auch Dmitri Schostakowitsch von verschiedenen Volksmusiktraditionen inspirieren. Sein Freund, der Leiter des Jüdischen Theaters in Moskau Solomon Michoels, machte ihn mit einer Sammlung ins Russische übersetzter jiddischer Lieder bekannt, die er in seinem kurz nach dem zweiten Weltkrieg entstandenen Zyklus »Aus jüdischer Volkspoesie« vertonte. Schostakowitsch nahm damit eine klar projüdische Position ein und beobachtete den wachsenden Antisemitismus in der Sowjetunion unter Josef Stalin mit großer Abscheu und Sorge.
Richard Strauss komponierte in den Jahren 1897 und 1898 an seinem Werk Ein Heldenleben. In einem Brief schrieb er hierzu: »Da Beethovens Eroica bei unseren Dirigenten so sehr unbeliebt ist und daher nurmehr selten aufgeführt wird, componiere ich jetzt, um einem dringenden Bedürfnis abzuhelfen eine große Tondichtung Heldenleben betitelt«. Zahlreiche Kritiker erkannten autobiografische Bezüge in dem Werk und warfen dem Komponisten Größenwahn und Selbstverherrlichung vor ...