Alcina

Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel
Text: Unbekannter Bearbeiter
Nach dem Libretto von Antonio Fanzaglia
PREMIERE 27. März 2021
Sprache in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere
Sa 27 Mär

19:00 — 22:30 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

Inhalt
Zauberinsel    |    Verwandlung    |    Magie
Die englische Malerin Mary Granville, die das Vertrauen des großen Meisters genoss, hielt in einem Brief über eine Alcina-Probe 1735 fest: »Während Mr. Händel seinen Part spielte, kam er mir unwillkürlich wie ein Zauberer inmitten seiner eigenen Zauberwelt vor.« Genau dorthin nimmt uns der kosmopolitische Komponist mit, in eine Welt des Wunderbaren. Und da klingt es verführerisch, eifersüchtig, rasend, furios. Nicht zuletzt liegen Alcinas Quellen in Ariosts Gesängen über den Orlando Furioso, den rasenden Roland. Alle sind hier wie von Sinnen, ausgestattet mit dem barocken Feuer Händels, der sämtliche Emotionen seiner liebesgebeutelten Menschen in ein schillerndes Arien-Kaleidoskop übersetzt hat. Eben der geheimnisvollen Frau Alcina widmet Händel seine Oper, die magische Kräfte ihr Eigen nennt und die sie immer da wirken lässt, wo es um die Liebe geht. Und damit ist sie nicht alleine. In barock-typischer Manier verlieben und entlieben sich hier alle nach Belieben, vor allem die Frauen spielen in diesen komplizierten amourösen Verwicklungen ihre Rolle oder wie Bradamante ihren Mann: Ihr ist der geliebte Ruggiero abhanden gekommen und in Alcinas Händen gelandet, so macht Bradamante sich als Mann verkleidet auf, ihn zurückzuholen. Doch dazu muss sie auf Alcinas Zauberinsel. Dort aber gehen eigenartige Dinge vor sich: Alcina nämlich verwandelt ihre ausrangierten Liebhaber kurzerhand und lässt sie als Tiere oder Pflanzen wieder auferstehen oder verdonnert sie gar zu Gestein.