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Theaterperipherie

Allah liebt Man(n)

Ein poetischer Tanz von Hadi Khanjanpour
Hessische Theatertage
Fr 17 Mai

18:00 — 18:50 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

Inhalt
Eine Musik. Zwei treffen sich. Der eine glaubt. Der andere weiß nicht, was er glauben soll. Doch in der offenen Weisheit des einen erkennt der andere die Ruhe, die er sucht. Er beginnt zu lieben. Nicht nur den Glauben, sondern auch seinen Lehrer. Sprach denn nicht schon Rumi von seinem Geliebten? Eine Geschichte über eine Liebe, die nicht sein darf und doch alles ist.
Sehr zart und leise, in Bildern und ohne viel gesprochenes Geständnis, gestehen sich in Allah liebt man(n) zwei Männer ihre Liebe: ihre Liebe zunächst zu Gott und dann irgendwann auch ihre Liebe zueinander. Wer warum den Weg zu Gott sucht, wird bald klar: Der eine aus Verlorenheit, der andere aus Überzeugung. So wird der eine zum Meister des anderen, ohne dass es jemals um Hierarchien geht. Es geht ums Voneinanderlernenwollen. Und irgendwann eben um Liebe.
Die Bühne ist vollkommen leer, die beiden Männer sind alleine gelassen mit ihrem Glauben, ihrer Religion, ihrem Gott und ihrer Liebe zueinander, von der sie das Gefühl haben, sie dürfe vielleicht nicht sein. Doch nie wird es ausgesprochen, das Verbot. Es ist nur so ein Gefühl. Ja, vielleicht sind sie ganz alleine auf der Welt. Nur ein Musiker ist noch bei ihnen, der ihre Geschichte teils kommentiert, teils mit seinen klagenden, freudigen, melancholischen, fröhlichen und dann wieder traurigen Klängen vorantreibt.

Eine Inszenierung »der leisen Töne und wenigen Worte« / »atemberaubend intensive[…] Körperlichkeit« / »große emotionale Wucht« / »mit viel Fingerspitzengefühl« / »angenehm unaufdring­lichen Musik« / »starke Wirkung« / »wunderbar aus­differenzierte(s) Bewegungsrepertoire«

Frankfurter Rundschau
Über den Regisseur
Hadi Khanjanpour
Regisseur
Hadi Khanjanpour ist seit Gründung bei theaterperipherie dabei, war dort zunächst Darsteller und arbeitet inzwischen nahezu in jeder Spielzeit eine Inszenierung als Regisseur aus. Seine erste Inszenierung KameLions wurde mit dem Jurypreis der Hessischen Theatertage 2015 ausgezeichnet.
Über die Gruppe
theaterperipherie
theaterperipherie ist ein freies Ensemble aus Frankfurt. Knapp 40 Vorstellungen im Jahr zeigt das Theater in seiner Spielstätte, dem Titania in Bockenheim. 2008 von Alexander Brill zur Aufführung von Lutz Hübners Ehrensache gegründet, arbeitet theaterperipherie seit über zehn Jahren an Inszenierungen zu gesellschaftlichen Themen »der Peripherie« und hat sich dabei vor allem auf die professionelle Theater­arbeit mit Laien­dar­steller*­innen spezialisiert. Neben inzwischen fünf Premieren pro Spielzeit hat das Ensemble auch ein festes Standbein in der ästhethischen Bildungsarbeit und führt unter den verschiedensten Themenbereichen großangelegte Theaterprojekte mit Schulen und anderen Bildungsinitiativen durch.
Hessische Theatertage 2019
Hessens Theaterlandschaft zu Gast in Kassel: Erleben Sie zwischen dem 11. und dem 18. Mai 2019 Schauspiel, Tanz und Performances aus Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Marburg, Wiesbaden und natürlich Kassel. Alle Angebote gibt es zu besonders günstigen Preisen!

Eine Woche lang sind institutionelles Theater und die freie Theaterszene an einem Ort vereint und in ihrer Vielfalt im Schauspielhaus, im tif und an weiteren Orten erfahrbar.

Begleitet wird das umfangreiche Programm von Gesprächen, Lesungen, Konzerten und natürlich Partys. Genießen und feiern Sie mit uns! Und stimmen Sie für Ihr Lieblingstheaterstück im Rahmen des Publikumspreises ab.
Besetzung
Regie und Text
Hadi Khanjanpour
Choreografie
Katharina Wiedenhofer
Musik
Ashkan Hasiri
Performance
Amin Biemnet Haile
Performance
Ashkan Hasiri
Performance
Oliver Konietzny

Die Produktion wurde gefördert vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst und vom Kulturamt Frankfurt.