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Anfang und Ende – B.A.C.H.⁶¹

Eine szenische Reise mit Kirchen-Kantaten von Johann Sebastian Bach 
PREMIERE   26. Januar 2019
Dauer 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

Inhalt
»Nicht Bach, sondern Meer müsste er heißen«, begeisterte sich Beethoven,
Wagner empfand ihn als »das wunderbarste Rätsel aller Zeiten« und Max Reger begriff ihn als eine Personifizierung der Musik schlechthin, als »Anfang und Ende aller Musik.«
Mit einem ungeheuren Gespür für alles musikalische Material stellte sich Johann Sebastian Bach immer neuen Herausforderungen. Er vermochte es, alle verschiedenen musikalischen Stile mit denen der neuen Musik seiner Zeit bruchlos zu verbinden. Selbst wenn er keine Opern geschrieben hat.

Für uns heute ist Bach der Komponist seiner Passionen und Oratorien, dem wir
»Die Kunst der Fuge« und »Das wohltemperierte Klavier« zu verdanken haben; äußerst populär wurden seine »Brandenburgischen Konzerte«. In seiner Zeit als Thomaskantor in Leipzig schuf er vor allem Kantaten für jeden Sonntag des Kirchenjahres. Und immer folgte er dem Credo »bey jedem Takt einen anderen Affekt« zu komponieren, denn die Musik sprechend zu machen war eines seiner Anliegen.
Dieses erweitern wir nun zu einer szenischen Version: Wir dramatisieren sechs dieser vornehmlich in Leipzig geschriebenen Kirchen-Kantaten für die Opernbühne. Als musikalisch-ästhetische Reise, die vom Dunkel ins Licht, von tiefen Seelennöten zum Jubel führen soll und die davon erzählen will, »dass der Mensch (s)ein Leben hat« und vom Anfang und Ende eines Jeden.
[Von Bachs Freude am Spiel mit Zahlen ließen wir uns bei der Titelgebung inspirieren: 61 ist die gebildete Quersumme der ausgewählten Kantaten-Nummern – 187, 52, 27, 26, 146 und 172 – nach dem Bach-Werk-Verzeichnis = BWV]
Besetzung
Pressestimmen
Hessischer Rundfunk, hr 2 kultur, Dr. Andreas Bomba
»Sehr klug, assoziativ bebildert ... Diese Aufführung schärft noch mal die Sinne und unterstreicht das, was Bach und seine Textdichter eigentlich sagen wollten und lässt einen (...) nachdenklich aus dem Theater gehen.«
podcast hr2 Frühkritik
29. Januar 2019
HNA, Werner Fritsch
»Die Auswahl der sechs Kantaten (...) überzeugt vollständig – musikalisch und von der Dramaturgie, die dem Prinzip ›Vom Dunkel ins Licht‹ folgt. (...) Man ahnt, weshalb diese Inszenierung so gut in eine Zeit passt, in der negative Zukunftserwartungen weithin das Bewusstsein zu bestimmen scheinen. ›Gute Nacht, du Weltgetümmel‹, singt etwa Bass Daniel Holzhauser eindrucksvoll als Abgesang aufs irdische Leben in der zentralen Kantate BWV 27 ›Wer weiß, wie nahe mir mein Ende‹.