Markus Nieminen

Bariton (Gast)
Zur Person
Markus Nieminen zählt zu den gefragtesten Vertretern der jüngeren finnischen Sängergeneration und ist mit seinem dunkel gefärbten Bariton sowohl auf den Opernbühnen der Welt als auch in den internationalen Konzertsälen als gefeierter Sänger zu Gast. Sein Studium absolvierte er an der Sibelius Akademie in Helsinki und an der Hochschule für Musik in Wien bei Prof. Gerhard Kahry. Er ist der Gewinner mehrerer Gesangswettbewerbe: 1999 Pentti Koskimies-Lied, 2000 Vox Unica, 2001 Tampere Opera Grand Prix, 2006 Lappeenranta Gesangswettbewerb. 2000 wurde er mit dem Martti Talvela-Stipendium ausgezeichnet, zudem wurde ihm bei der Verleihung der Eberhard Waechter Gesangsmedaille 2002 ein Förderungspreis zuerkannt.
2001 gab er sein viel beachtetes Debüt als Belcore in L’elisir d’amore an der Wiener Staatsoper, woraufhin er bis 2005 als festes Ensemblemitglied diesem Haus angehörte und Partien wie Silvio (I Pagliacci), Melot (Tristan und Isolde), Ping (Turandot), Mercutio (Roméo et Juliette) sowie die Titelrolle in Jonny spielt auf übernahm.
Als weitere wichtige Station seiner Karriere gilt die Finnische Nationaloper Helsinki, an der er ab 2005 mit großem Erfolg zahlreiche zentrale Partien seines Fachs interpretierte, unter anderem Graf Almaviva (Le nozze di Figaro), Papageno (Die Zauberflöte), Guglielmo (Così fan tutte), Marcello (La Bohème), Sharpless (Madama Butterfly), Dandini (La Cenerentola), Jelezki (Pique Dame) und Figaro (Il barbiere di Siviglia). 
Gastengagements führten ihn an die Hamburgische Staatsoper, die Semperoper Dresden, die Volksoper Wien sowie an die Opernhäuser nach Basel, Antwerpen, Gent und St. Gallen. 2014 gab er sein Rollendebüt als Scarpia (Tosca) beim Tampere Opernfestival in Finnland, 2016 stand er bei den renommierten Opernfestspielen in Savonlinna als Jago (Otello) auf der Bühne.
Im Laufe seiner Karriere arbeitete Markus Nieminen mit so renommierten Dirigenten wie Christian Thielemann, Seiji Ozawa, Simone Young, Semjon Byshkow, Gerd Albrecht, Marcello Viotti, Fabio Luisi und Leif Segerstam. Neben der Oper widmet er sich einem breiten Konzertrepertoire, wobei seine besondere Affinität zum Lied und Oratorium zur Geltung kommt. Hier sind unter anderem zu nennen: Zemlinskys Lyrische Symphonie sowie Mahlers Kindertotenlieder, Lieder eines fahrenden Gesellen und die Wunderhorn-Lieder.
Am Staatstheater Kassel übernimmt er in der Spielzeit 2020–21 die Partie des Escamillo in La tragédie de Carmen
Aktuelle Produktionen
nach Georges Bizet, Henri Meilhac und Ludovic Halévy, Prosper Mérimée
Adaptation: Marius Constant, Jean-Claude Carrière und Peter Brook