Nancy Weißbach

Sopranistin (Gast)
Zur Person
Nancy Weißbach wurde in Berlin geboren. Sie erhielt ihre erste musikalische Ausbildung in ihrer Heimatstadt und studierte an der Musikhochschule »Franz Liszt« in Weimar sowie am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Sie hat erfolgreich an mehreren Wettbewerben teilgenommen, etwa beim »Prix Jeunesse« in Amsterdam. Zuerkannt wurden ihr außerdem der erste Stipendien-Preis beim Belcanto-Festival in Mailand und das Bayreuth-Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes Amsterdam. 

Bereits während des Studiums sang sie Dido (Dido und Aeneas, Henry Purcell) unter anderem an der Opéra comique in Paris und an der Opéra de Rennes. 

Nach ihrem erfolgreichen Examen wurde Nancy Weißbach an das Südthüringische Staatstheater in Meiningen engagiert, wo sie unter anderem die Partien der Marschallin (Der Rosenkavalier) und der Santuzza (Cavalleria Rusticana) unter Kirill Petrenko interpretiert hat. Eine weitere Saison blieb sie dem Meininger Theater als Gast für diese Partien verbunden. An der Opéra National du Rhin in Straßburg sang sie mit großem Erfolg Chrysothemis (Elektra); mit dieser Partie stellte sie sich erstmals auch am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel unter Kazushi Ono vor sowie in Ruth Berghaus’ Inszenierung am Nationaltheater Mannheim.
Gutrune und 3. Norn (Götterdämmerung) sang sie an der Opéra Royal de Wallonie in Liège (Belgien) und am Théatre du Capitol in Toulouse unter Pinchas Steinberg. Es folgte eine beeindruckende Interpretation der Euryanthe (Carl Maria von Weber) unter Klaus Peter Flor an der Opéra National du Rhin in Straßburg. Am Teatro Lirico »Giuseppe Verdi« in Triest gab sie ihr erfolgreiches Debüt als Ariadne (Ariadne auf Naxos), die sie auch in Darmstadt, am Stadttheater Bozen sowie in Limoges und Metz sang. Unter der Leitung von Daniel Inbal war die Sopranistin in Beethovens 9. und Mahlers 2. und 4. Sinfonie zu hören. Sie sang in der 8. Sinfonie von Mahler Magna Peccatrix sowie Wagners Wesendonck-Lieder und die Vier letzten Lieder von Strauß. Ihr weiteres Konzertrepertoire umfasst u. a. Berlioz’ Les nuits d’été, Berios Folk songs, Kurtags Erinnerungsgeräusch wie auch Lieder von Tschaikowsky, Rachmaninoff, Mahler, Brahms, Wolf und Strauß.
Regelmäßige Einladungen zu Operetten- und Galakonzerten folgten. Zu ihren weiteren Partien zählen Agathe (Der Freischütz) an der Opéra Royal de Wallonie in Liège, Vitellia (La clemenza di Tito), wiederholt Marschallin an der New Israeli Opera Tel Aviv und am Theater Bonn bis hin zu Isolde (2016 in Athen). Sie sang die Partie der Sieglinde in Meiningen und Detmold, die Marschallin in Köln und war als Elisabeth (Tannhäuser) und Brünnhilde (Siegfried) bei den Tiroler Festspielen in Erl und in Shanghai zu hören. Als Brünnhilde ist Nancy Weißbach in Wagners Ring am Oldenburgischen Staatstheater bis 2020 zu hören.

2018–19 kommt die Sopranistin erstmals ans Staatstheater Kassel: als Brünnhilde in Die Walküre anlässlich der 5. Neuproduktion eines Kasseler Ring-Zyklus’.