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Dritter Tag

Götterdämmerung

von Richard Wagner
Dichtung vom Komponisten
PREMIERE   7. März 2020
Dauer ca. 6 Stunden, zwei Pausen (jeweils ca. 45 Minuten)

Inhalt
Götterdämmerung ist der »Dritte Tag« des Ring des Nibelungen, in dem auch Siegfried, der »freie Held«, dem Fluch des Ringes erliegt und die Kluft zwischen Liebe und Macht immer weiter aufbricht. Den Ring vertraut Siegfried Brünnhilde an, bevor er sich auf große Fahrt begibt, die in der Halle der Gibichungen endet.

Von den Geschwistern Gunther und Gutrune und ihrem Halbbruder Hagen freudig begrüßt, wird Siegfried schon im nächsten Moment Opfer einer Intrige: Ein starker Liebestrank lässt ihn Brünnhilde vergessen und Gutrune dafür lieben. Gunther hingegen soll Brünnhilde zur Frau nehmen. So hofft Hagen, Alberichs Sohn, den Ring der Macht an sich zu reißen.

Da nur Siegfried übermenschlich genug ist, Brünnhilde zu überwinden, erscheint er ihr – der Tarnhelm macht es möglich – in Gunthers Gestalt, nimmt den Ring an sich und führt sie in die Gibichungenhalle, um sie zur Ehe mit seinem neugewonnenen Freund zu zwingen.

Zu spät durchschaut Brünnhilde diese Hinterlist und bezichtigt Siegfried des Meineides und des Betrugs. Fassungslos vor Wut, nimmt sie Hagens Angebot an, an ihrer statt Rache zu üben: Aus dem Hinterhalt heraus tötet Hagen Siegfried und erklärt den Ring zu seinem Eigentum. Als Gunther den Reif rauben will, wird auch er von Hagen ermordet.

Erst Brünnhilde vermag dem endgültigen Durchdrehen der Gewaltspirale Einhalt zu gebieten. Sie hat von Siegfrieds Unschuld erfahren und nimmt den Ring nun an sich, um ihn, durch das Feuer geläutert, den Rheintöchtern zurückzugeben.

Ein letztes Mal zeigt Alberichs Fluch seine schreckliche Wirkung: Als Hagen nach dem Ring greifen will, wird er in die Fluten des Rheins gezogen. Mit Brünnhilde geht die letzte aus Wotans Geschlecht in den Tod. Walhall brennt, die Götter gehen unter. Das Spiel kann von vorne beginnen.   

Kulinarisches Angebot in der Pause
Party Couture, unser Theater-Caterer, bietet auch bei Götterdämmerung wieder ein Buffet an. Für 25 € pro Person, inklusive aller Getränke, können Sie in der ersten Pause (ca. 45 Minuten) ein leckeres und reichhaltiges kaltes Buffet mit zwei Suppen im oberen Foyer genießen. Online-Reservierungen sind möglich unter Theatergastronomie.

Pressestimmen
concerti, Peter Krause
Während GMD Francesco Angelico einen gänzlich neuen, stupenden Zugang zum geradezu überinterpretierten Wagner-Werk findet, pendelt Markus Dietz in seiner Regie Poesie, Psychologie und Politik präzise aus.
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9. März 2020
nmz online, Joachim Lange
Dem GMD [Franceso Angelico] und dem Regisseur Markus Dietz ist ein „Ring“ aus einem Guss gelungen, der auf jede unmittelbar politisch platte Überschreibung verzichtet und dennoch hochaktuell ist. Der ästhetische Grundeinfall für den optischen Rahmen ist so einfach wie prägend, bleibt jenseits aller verstaubten Folklore und ist doch so assozationsoffen, dass fast jede Szene mit ihrer exemplarischen Gedankenschärfe mitten im Hier und Heute landet.
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9. März 2020
Online Merker, Christian Schütte
Der große Erfolg der umjubelten Premiere der Götterdämmerung geht vor allem auf die insgesamt großartige musikalische Umsetzung zurück. GMD Francesco Angelico hat das Staatsorchester Kassel auf sehr hohem Niveau darauf vorbereitet, in die vielschichtigen Klangwelten des Rings einzutauchen, mit großem Atem zu musizieren und bei aller Dramatik und Dichte der Partitur zu keinem Zeitpunkt des Abends sich in den Vordergrund zu drängen; die Balance zwischen Graben und Bühne war ausgesprochen ausgewogen, und es zeigt sich eben immer wieder, dass es selbst im fulminanten Finale der Tetralogie einige Passagen gibt, in denen kammermusikalisch-zurückgenommenes Musizieren die wirkliche Dimension der Szene erst zur Geltung bringt. Auf diesem Weg sollte Franceso Angelico unbedingt weitermachen und sein Orchester noch mehr zu einem so kultivierten und für höchste Aufgaben bestens disponierten Klangkörper formen.
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9. März 2020
hr2-Kulturfrühstück, Dr. Astrid Gubin
Ein vergleichbares Sängerensemble muss man wirklich lange suchen: Albert Pesendorfer als Hagen, Kelly Cae Hogan als stimmlich schier unerschöpfliche Brünnhilde und Daniel Frank als Siegfried.
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9. März 2020
HNA, Johannes Mundry
Bilderreich, anregend und vor allem mit prächtigen Orchester- und Sängerleistungen
HNA online
9. März 2020
Der Opernfreund, Dr. Frank Piontek
Hagens Nachtwache gehört in dieser Deutung also zu den stärksten Interpretationen dieser Szene, die ich je gesehen habe: Zu Beginn des 2. Akts erinnert sich Hagen träumend daran, wie sein Vater ihn einst asozialisierte: »Hasse die Frohen!« Aus dem Albtraum des furchtbaren Vaters vermag sich der gequälte Traumsohn, dem auch die tröstende Handauflegung des »realen« Hagen nicht hilft, nur durch die Ermordung des lieblosen Erzeugers
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10. März 2020
Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg
Die Kasseler »Götterdämmerung« bestätigt den Eindruck der drei Vorgänger-Bestandteile von Richard Wagners Tetralogie: Musikalisch auf einem außerordentlich hohen Niveau, szenisch zwiespältig, neben intensiven Szenen finden sich Halbgares, Überbildertes und verblüffend Peinliches.
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10. März 2020
operaclick.com, Vittorio Mascherpa
Il successo, incontrastato per tutti gl’interpreti, s’era profilato grande già alla fine dei primi due atti e ai rientri del direttore, che alla fine ha goduto, come Pesendorfer poco prima, i meritati clamori del trionfo.
Operaclick
11. Mai 2020
Orpheus, Claus-Ulrich Heinke
Dazu ein Orchester, das zurecht bereits vor jedem Akt
mit Beifallsstürmen überschüttet wird, und ein Männerchor, der als Hagens Mannen mit phantastischer
Stimmgewalt unbändige Kraft ausstrahlt. Der Kreis hat
sich geschlossen. Bravo Kassel!
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Mai/Juni 2020
Das Opernglas, K. G. v. Karais
Ein begnadeter Dirigent aus Sizilien, Francesco Angelico, weiß eben auch, wie mit jeder Note eines deutschen Titanen hinreißend umzugehen ist. Vor allem ihm galten die Standing Ovations.
Online Musik Magazin, Bernd Stopka
Ein musikalisch großartiger Abschluss des neuen Rings am Staatstheater Kassel. Eindrucksvolle, stilisierte Bühnenbilder im Großen mit zumeist unnötigen modernen Details im Kleinen.
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8. März 2020