Albert Pesendorfer

Bass (Gast)
Zur Person
Albert Pesendorfer studierte Gesang und Flöte in Linz und Wien. Festengagements führten ihn ab 2002 an die Theater in Erfurt und Innsbruck, anschließend an die Staatsoper Hannover, und zuletzt gehörte er bis 2016 zum Ensemble der Deutschen Oper Berlin, wo er sich in Partien wie Gurnemanz, Hans Sachs, König Marke, Baron Ochs, Landgraf Heinrich, König Heinrich, Daland, Fafner, Grand Inquisitor und Banco vorstellte. Als regelmäßiger Gast ist er der Deutschen Oper Berlin bis heute eng verbunden, zuletzt im Sommer 2019 als Pastor Baltzer in der Uraufführung Oceane von Detlev Glanert.
Bereits im Sommer 2016 debütierte der versierte Bass mit überwältigendem Erfolg bei den Bayreuther Festspielen als Hagen in der Premiere Götterdämmerung unter Marek Janowski (inkl. TV- und Radioliveübertragung) und gab im Herbst desselben Jahres sein erfolgreiches Debüt am New National Theatre Tokyo als Hunding, dem im Herbst 2017 Hagen folgte. Mit diesen beiden Partien war er auch bei den Internationalen Maifestspielen Wiesbaden 2017 zu Gast. Zudem debütierte er mit großem Erfolg als Gurnemanz unter Adam Fischer in Budapest.
Sein Opernrepertoire umfasst rund 70 Partien vorwiegend in Wagner-Opern wie Hans Sachs, Gurnemanz, Landgraf, König Heinrich, König Marke und Hagen sowie im italienischen Fach mit Filippo II., Zaccaria, Sparafucile und Banco. Als Baron Ochs gab der Bass sein Debüt an der Semperoper in Dresden. Diese Paraderolle sang er auch in der vielbeachteten Produktion von Der Rosenkavalier am Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg unter der Regie von Oscar-Preisträger Christoph Waltz.
An der Hamburgischen Staatsoper war er zuletzt als Rocco in Beethovens Fidelio zu hören. Zahlreiche Gastspiele führten den Bass darüber hinaus immer wieder an renommierte deutsche und internationale Bühnen wie die Staatsoper Stuttgart, die Vlaamse Opera Antwerpen, die Wiener Volksoper und Staatsoper, die Nationaloper Tokio sowie zum Müpa-Festival Budapest, zu den Bregenzer Festspielen und Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden. Mit der Partie des Fasolt in einer Neuproduktion von Das Rheingold folgte Albert Pesendorfer einer Einladung ans Teatro Real in Madrid. An der Opéra de Monte Carlo war er als Osmin und am Züricher Operhaus sowie als Lodovico Nardi in einer Neuproduktion von Schrekers Die Gezeichneten und als Baron Ochs zu erleben. Umjubelt waren auch seine Auftritte als Hunding und Hagen bei seiner Rückkehr an den Palast der Künste Budapest unter Adam Fischer. Im April 2018 sang er an der Wiener Staatsoper wieder Hagen, ebenfalls unter Adam Fischer.
Mit seinem umfangreiches Lied- und Konzertrepertoire gastierte er im Wiener Musikverein und Konzerthaus, dem Brucknerhaus Linz, in Japan und den USA sowie der Berliner Philharmonie.
Die Zeitschrift Opernwelt hatte den wandelbaren Sänger-Darsteller 2011 für seine Leistungen als Hunding und Hagen an der Staatsoper Hannover zum Sänger des Jahres nominiert.
Im Wintersemester 2015 nahm Albert Pesendorfer neben seiner Sängerkarriere die Lehrtätigkeit als Professor für Gesang an der Universität der Künste in Berlin auf.