Ulrike Schneider

Mezzosopran
Zur Person
Ulrike Schneider stammt aus dem westfälischen Hamm. Dem Studium in Basel und Berlin folgten Meisterkurse und privater Unterricht bei namhaften Gesangslehrern. Nach zwei Jahren im Opernstudio an der Bayerischen Staatsoper ging sie 1996 als festes Ensemblemitglied nach Luzern. 1999 debütierte sie an der Hamburgischen Staatsoper als Muse/Niklas in Offenbachs Les contes d’Hoffmann. Von 2000 bis 2005 war sie an der Oper Halle engagiert, wo sie ihr bereits umfangreiches Repertoire noch erweiterte. Bei den Göttinger Händelfestspielen konnte sie in der Titelpartie der Agrippina reüssieren. Neben ihrer Bühnentätigkeit ist sie regelmäßig auf Konzertpodien zu erleben, unter anderem in der Tonhalle Zürich, der Berliner Philharmonie, dem Gewandhaus Leipzig, sowie der Irish National Hall. Dabei arbeitete sie mit renommierten Dirigenten wie Zubin Mehta, Michael Hofstätter, Ingo Metzmacher, Marek Janowski und Fabio Luisi. In Kassel interpretierte sie zuletzt unter Patrik Ringborg in der Spielzeit 2016–17 die Altpartie in Mahlers Das Lied von der Erde.
Seit der Spielzeit 2011–12 gehört sie fest zum Ensemble am Staatstheater Kassel und sang hier mit großem Erfolg so wichtige Partien wie Hänsel (Hänsel und Gretel), Olga (Eugen Onegin), Venus (Tannhäuser), Amme (Die Frau ohne Schatten), Adalgisa (Norma), Sesto (La clemenza di Tito) und Aristea (L’Olimpiade). Zudem brillierte sie in der Titelpartie der Dalila in Saint-Saëns’ Samson et Dalila sowie als Judith in Bártoks Herzog Blaubarts Burg. Für ihre herausragenden Leistungen wurde sie mit dem VolksBühne-Preis 2014 ausgezeichnet: HNA-Leser und Kulturpunkt-Mitglieder wählten sie zur beliebtesten Sängerin der Spielzeit.
2016–17 stellte sich die gefeierte Mezzosopranistin dem Kasseler Publikum als Klytämnestra in Straussʼ Elektra und als Federica di Ostheim in Verdis Luisa Miller vor. Auch für diese künstlerischen Leistungen wurde sie geehrt: mit dem Kasseler Irma-Jansa-Gesangspreis. Es folgten mit der Küsterin in Janáčeks Jenufa, Brangäne in Wagners Tristan und Isolde, Fricka in Das Rheingold und Die Walküre sowie mit der Waltraute in Götterdämmerung weitere wichtige Fachpartien, die sie bravourös meisterte. Zudem stand sie als Mrs. Quickly in Falstaff auf der Kasseler Bühne.
In der Spielzeit 2020–21 wird sie die Titelpartie in The Rape of Lucretia interpretieren sowie als Fricka, Schwertleite und Waltraute zu sehen sein. Zudem übernimmt sie erstmals die Partie der Gertrud in Hänsel und Gretel.
Aktuelle Produktionen
Oper in zwei Akten von Benjamin Britten
25 Jahre Bürger pro A
Dritter Tag

Götterdämmerung

von Richard Wagner
Erster Tag

Die Walküre

Richard Wagner
Märchenoper in drei Bildern von Engelbert Humperdinck | Text: Adelheid Wette
Vorabend

Das Rheingold

Richard Wagner