Jörg Halubek

Gastdirigent
Zur Person
Jörg Halubek ist einer der vielversprechenden Spezialisten für Alte Musik, nicht nur als Dirigent, sondern auch als Cembalist und Organist. Mit dem von ihm gegründeten Barockorchester »il Gusto Barocco« war er diesen Sommer bei der Bachwoche Ansbach als Festspielorchester geladen und erfuhr große Beachtung.
Highlights der aktuellen Spielzeit sind Dirigate von Mozarts Idomeneo am Staatstheater Kassel und Händels Acis und Galatea in Kiew im Rahmen der Barockoper-Plattform Open Opera Ukraine, als erste ukrainische Händelinszenierung überhaupt. 2020 folgt mit L´Orfeo die Weiterführung des 2017 mit seinem Ensemble »il Gusto Barocco« begonnenen Mannheimer Monteverdi-Zyklus. Seine Entdeckung unbekannter Opern und Opernbearbeitungen, zuletzt belegt durch das Erscheinen der Ersteinspielung von Johann David Heinichens Flavio, setzt Jörg Halubek im Wilhelma-Theater Stuttgart und bei den Tagen Alter Musik Herne fort mit Cleofida – Händels Oper Poro in der Bearbeitung von G. Ph. Telemann mit deutschsprachigen Rezitativen.
Als Gast dirigierte Jörg Halubek in den letzten Jahren u.a. an der Komischen Oper Berlin, am Staatstheater Kassel, bei den Händel-Festspiele Halle, bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, am Opernhaus Wuppertal und in der Liederhalle Stuttgart. Am Staatstheater Kassel ist er als Gastdirigent seit 2012 regelmäßig für Opernproduktionen verantwortlich, so leitete er u.a. Mozarts Lucio Silla, Glucks Iphigenie, Händels Saul, Artaserse von Leonardo Vinci, Antigona von Tommaso Traetta und zuletzt den Abend Anfang und Ende – B.A.C.H.⁶¹ Eine szenische Reise mit Kirchen-Kantaten von Johann Sebastian Bach. 
Sein Interesse gilt besonders der dramatischen Aktualität der alten Stoffe und er macht sich dafür stark, die Freiheiten der Alten Musik interpretatorisch voll auszuschöpfen.
Neben seiner Tätigkeit als Dirigent ist Jörg Halubek seit dem Gewinn des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig 2004 als Cembalist und Organist im In- und Ausland tätig. Seine Expertise im Umgang mit Alter Musik belegen die preisgekrönten Einspielungen von Werken für Tasteninstrumente und Violine Johann Sebastian Bachs (2016) und Carl Philipp Emanuel Bachs (2014) mit der Barockgeigerin Leila Schayegh. 2019 startete er sein multimedial angelegtes Projekt »Bach. Das Orgelwerk«, eine Gesamteinspielung der Orgelwerke Bachs an Originalinstrumenten mit online zugänglichem Zusatzmaterial.
Der Professor für Historische Tasteninstrumente an der Musikhochschule Stuttgart studierte Kirchenmusik, Orgel und Cembalo in Stuttgart und Freiburg bei Jon Laukvik und Robert Hill. An der Schola Cantorum Basiliensis spezialisierte er sich bei Jesper Christensen und Andrea Marcon auf die historische Aufführungspraxis.  
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