Mein verwundetes Herz (UA)

nach dem gleichnamigen Buch von Martin Doerry | Fassung für die Bühne: Thomas Bockelmann und Michael Volk
URAUFFÜHRUNG 23. Januar 2020
Di 21 Jan

20:15 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Premiere
Do 23 Jan

20:15 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Fr 31 Jan

20:15 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Sa 29 Feb

20:15 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Fr 13 Mär

20:15 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

Inhalt
2002 erschien eine kommentierte Sammlung von Briefen der jüdischen Ärztin Lilli Jahn und ihrer auf sich gestellten Kinder, die sie sich während der Internierung im Strafgefangenenlager Breitenau geschrieben hatten. Die Briefe legen anschaulich Zeugnis ab von den verheerenden Auswirkungen der Nazizeit auf eine Familie, die vom alltäglichen Terror auseinandergerissen wird. Vor ihrer Deportation nach Auschwitz, wo sie 1944 ermordet wurde, gelang es Lilli Jahn, die Briefe ihrer Kinder aus Breitenau zu schmuggeln. Martin Doerry, ihr Enkel, konnte nach langer Recherchearbeit weitere Familienbriefe ausfindig machen und das Schicksal der Familie, eingebettet in historische Zusammenhänge, eindrucksvoll erzählen. Das Buch »Mein verwundetes Herz« erfuhr eine überwältigende öffentliche Aufnahme. In der Literatur über den Holocaust nehme es einen bedeutenden Platz ein (Die Zeit); es sei ein ergreifendes Dokument über eine private Katastrophe inmitten der politischen (FAZ). Maja Haderlap wurde mit ihrem Debütroman »Engel des Vergessens« international bekannt. In ihrem Text erzählt sie die Geschichte ihrer slowenischen Familie in Kärnten, die wegen der Unterstützung der Partisanen in den Strudel des Naziterrors gerät. Sie reflektiert das komplizierte Verhältnis zwischen Erinnern und Vergessen, Schreiben, Fiktion und Glaubwürdigkeit und stellt die Frage nach dem Scheitern der Erzählung im Hinblick auf die Not der Betroffenen. 2011 erhält sie den Ingeborg-Bachmann-Preis, 2016 wird sie zum Mitglied der »Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung« gewählt und im November 2018 hält sie die Festrede zur Hundertjahrfeier der Republik Österreich in der Wiener Staatsoper. In ihrer Fassung für die Bühne behalten die Briefe ihre ursprüngliche sprachliche Geschichtsmächtigkeit.
Besetzung
Inszenierung
Bühne und Kostüme
Dramaturgie
Pressestimmen