Schuld und Sühne

nach Fjodor Michailowitsch Dostojewskij
PREMIERE 14. März 2021
Alter für alle ab 14 Jahren

»Ich habe doch nur eine Laus umgebracht, eine unnütze, widerwärtige, bösartige Laus.«

Rodion Romanowitsch Raskolnikow
Schuld und Sühne
Inhalt
Dark Pop    |    Krankheit    |    Axt
Rodion Romanowitsch Raskolnikow ist besessen von der Theorie, dass sich die Menschen in zwei Kategorien einteilen lassen: die »Gewöhnlichen« und die »Ungewöhnlichen«. Die unnütze, passive Masse und einige wenige Führungspersönlichkeiten, die fähig sind, die Menschheit voran zu bringen. Letztere hatten das Recht, die anderen als Material für ihre Ideen und Vorhaben zu benutzen und somit eben auch das Recht zu töten, »lebensunwertes Leben« zu vernichten, um »lebenswertes« zu erhalten und zu fordern. Raskolnikow testet seine Theorie im realen Leben, um zu sehen, ob er selbst zur Kategorie der Ungewöhnlichen gehören kann: Er ermordet eine Pfandleiherin, die »nicht besser ist als eine Laus«. Allerdings kommt deren Schwester zufällig zum Tatort hinzu, Raskolnikow tötet auch sie – ein Kollateralschaden. Durch mehrere glückliche Zufalle gelingt ihm die Flucht, doch Raskolnikow sieht sich nun mit einem Problem konfrontiert, das er in seinen bisherigen, rein rationalen Planungen nicht berücksichtigt hatte: mit seiner eigenen Psyche ...
Dostojewskij hat in einer der größten Kriminalgeschichten der Weltliteratur einen Charakter beschrieben, der – orientierungslos in einer aufregenden und von Leidenschaften zerrissenen Welt – eine gefährliche Ideologie entwickelt, die auch gegenwärtig wieder vermehrt ihre faulen Fruchte hervorbringt.
Besetzung
Inszenierung
Dramaturgie