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Rahel Barra, Ida Daniel, Ana Dubljević, Frida Laux und Zrinka Užbinec

STILL TO COME, a feminist pornscape

Hessische Theatertage
Do 16 Mai

18:00 — 19:15 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

Inhalt
Während die Kombination der Begriffe für viele immer noch widersprüchlich klingt, hat der feministische Porno in den letzten Jahrzehnten eine immer größere Aufmerksamkeit erreicht.
Ziel des feministischen Pornos ist es, anstelle der gleichen alten Stereotype und Vorstellungen eine Diversität von Menschen und Vorlieben aufzuzeigen. Da es von feministischen Pornomacher*innen vorausgesetzt wird, beinhaltet das Arbeiten an feministischen Pornos faire Arbeitspraktiken- und Bedingungen, Respekt gegenüber den Beteiligten und das Streben danach zu zeigen, dass die Performer*­innen die Macht über ihre Lust haben – keine feministische Darstellung ohne feministische Produktionsbedingungen.
Der künstlerische Ansatz ist eine Tanzperformance, die damit experimentiert, ein Medium ins andere zu übersetzen, Film zu Choreografie. Es wurde keine Eins-zu-eins-Übersetzung gewählt, explizite sex­uelle Inhalte auf der Bühne wurden weggelassen, aber eine überzeugende Übersetzung durch eine künstlerische Neuformulierung gefunden. Diese Methode erlaubt eine Übersetzung in das vorher Unbekannte und ermöglicht eine komplett geteilte Autorschaft. Still to come, a feminist pornscape, ist ein Experiment, das diese Umformulierungen verkörpert und einbettet, ein Angebot eines kollektiven Live-Choreografieerlebnisses an das Publikum. Dieses Stück durchbricht den antrainierten Blick und öffnet neue Möglichkeiten des Sehens ohne eine gelenkte Blickrichtung. Diese Lücke zielt darauf ab, einen Blick zu erlauben, der anders begehrt. Bewegungen, Texte und Objekte  arbeiten mit einem nicht-frontalen Zuschauer*innenraum und einer Zuwendung zu den kleinen Gesten. Die tantrische Dramaturgie erzeugt eine vielschichtige Choreografie der Aufmerksamkeit und schafft dabei Raum für Wendungen und Durchlässigkeit.
Über die Gruppe
Still to come, a feminist pornscape ist eine Zusammenarbeit von Rahel Barra, Ida Daniel, Ana Dubljević, Frida Laux and Zrinka Užbinec, fünf Künstler*innen unterschiedlicher Annäherungen an und Hintergründe der Performing Arts. Sie haben sich im Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen kennen gelernt und setzen ihre Arbeit gemeinsam fort.
Hessische Theatertage 2019
Hessens Theaterlandschaft zu Gast in Kassel: Erleben Sie zwischen dem 11. und dem 18. Mai 2019 Schauspiel, Tanz und Performances aus Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Marburg, Wiesbaden und natürlich Kassel. Alle Angebote gibt es zu besonders günstigen Preisen!

Eine Woche lang sind institutionelles Theater und die freie Theaterszene an einem Ort vereint und in ihrer Vielfalt im Schauspielhaus, im tif und an weiteren Orten erfahrbar.

Begleitet wird das umfangreiche Programm von Gesprächen, Lesungen, Konzerten und natürlich Partys. Genießen und feiern Sie mit uns! Und stimmen Sie für Ihr Lieblingstheaterstück im Rahmen des Publikumspreises ab.
Besetzung
Konzept und Choreografie
Rahel Barra, Ida Daniel, Ana Dubljević, Frida Laux, Zrinka Užbinec
Licht und Bühne
Carina Premer
Kostüme
Silvio Vujičić
Produktionsleitung
Marijana Cvetković
Performance
Rahel Barra
Performance
Ida Daniel
Performance
Ana Dubljević
Performance
Zrinka Užbinec

Eine Kooperation des Künstlerhaus Mousonturm mit dem Masterstudiengang Choreographie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, im Rahmen der Hessischen Theaterakademie. Koproduziert mit dem Programm Departues and Arrivals des Station – Service for contemporary dance, mit Unterstützung des Creative Europe Programms, dem Internationalen Koproduktionsfond des Goethe Instituts, des ACT – Festival of Independent Theatre, Sofia, dem Goethe Institut Bulgarien und dem Goethe Institut Belgrad.