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Sturm

von William Shakespeare | Fassung und Übersetzung von Joachim Lux
PREMIERE 12. September 2020
Dauer 1 Stunde 25 Minuten, ohne Pause

Trailer
Inhalt
Zauberstab    |    Rache    |    Gnade
Der Wissenschaftler Prospero, der sich als Herzog von Mailand statt zu regieren eher dem Studium und den Künsten hingegeben hat, wurde von seinem Bruder entmachtet, mit seiner kleinen Tochter Miranda auf See ausgesetzt und auf eine Insel gespült. Wie viele von Shakespeares magischen Landschaften changierend zwischen Tropenhölle und Paradies (die Kolonialisierungsgeschichte Europas mit den Berichten und Schätzen aus fernen Ländern wirkt hier in die Literatur hinein), ist das Eiland den Neuankömmlingen Experimentierfeld und Spielwiese, ein Ort, an dem der Mensch fernab der Zivilisation ganz von vorne beginnen kann: Macht und Ohnmacht des menschlichen Verstandes im Kräftemessen mit der Natur, deren Teil er doch ist – hier sind alle großen Themen Shakespeares (und die der Renaissance) noch einmal versammelt. Mit Hilfe zweier Wesen, einem poetischen Monster namens Caliban, Sohn einer alten Insel-Hexe, und dem Luftgeist Ariel, gelingt es Prospero eines Tages, einen Sturm zu beschwören, der alle seine Feinde – seinen verräterischen Bruder samt Verbündeten – als Schiffbrüchige in seine Gewalt bringt. Miranda, die noch nicht viel von der Welt jenseits der Insel und somit noch nicht viele Männer gesehen hat, verliebt sich in einen der Gestrandeten: Ferdinand, Prinz von Neapel. Wenn Prospero auf seine Rache verzichtete, wäre die Inselromanze ein erster Schritt für eine allgemeine Aussöhnung …
Shakespeares letztes Stück ist in seiner poetischen, lebensprallen Verspieltheit, seiner Welterkundungslust, seiner Rohheit und zarten Melancholie auch ein Vermächtnis und ein Abschied des wohl größten unter den Theaterdichter*innen.
Besetzung
Pressestimme
Frankfurter Rundschau, Judith v. Sternburg
Shakespeares »Sturm« für drei in einer dunklen, aber bezaubernden Lesart am Staatstheater Kassel.
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22.09.2020
German Daily News, Mario Graß
[...] Spätestens als Jürgen Wink zu dem wunderbaren Epilog - „Wir sind aus solchem Stoff, aus dem man Träume macht“ – ansetzt, hat sich wohl jeder im Saal darüber gefreut, dass im Staatstheater Kassel wieder geträumt und gezaubert wird.
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14.09.2020
HNA, Bettina Fraschke
Es ist toll, was Jürgen Wink als Prospero und Saufbold Trinculo, Christina Weiser als gehorsamsmüder Luftgeist Ariel, schockverliebter Prinz Ferdinand und größenwahnsinniger Stefano sowie Meret Engelhardt als missgestalteter Caliban und hübsche Miranda aus dem Verwandlungszauber herausholen.
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14.09.2020