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L'ultimo sogno – Der letzte Traum

Annäherung an La Traviata
von Carlo Ciceri / Giuseppe Verdi | Text: Francesco Maria Piave nach Die Kameliendame von Alexandre Dumas
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
URAUFFÜHRUNG 19. September 2020
Sprache in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Sa 09 Jan

18:00 — 19:35 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
So 07 Feb

18:00 — 19:40 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Mi 03 Mär

19:30 — 21:05 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Sa 13 Mär

19:30 — 21:05 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
So 04 Apr

19:30 — 21:05 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
Sa 22 Mai

19:30 — 21:05 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

Trailer
Inhalt
Pariser Salon    |    Verzicht    |    Hingabe
Für die Pariser Edelkurtisane Violetta Valéry zählen nur der Rausch des Augenblicks und die unbedingte Freiheit, bis sie Alfredo Germont und mit ihm Liebe und Glück kennenlernt. Doch ihr Leben an seiner Seite endet jäh, als Alfredos Vater sie um die Auflösung der Beziehung bittet: Die Zukunft seiner eigenen Familie stünde auf dem Spiel. Schweren Herzens verlässt Violetta Alfredo und kehrt – von der Tuberkulose gezeichnet – in die Halbwelt zurück, der sie sich entflohen glaubte.

Für eine Neuinterpretation dieser Oper hat das Staatstheater Kassel den in Italien geborenen und in der Schweiz beheimateten Komponisten und Dirigenten Carlo Ciceri exklusiv beauftragt, schließlich galt es, aktuelle Pandemie-Auflagen mit der musikalischen Linie Verdis in Einklang zu bringen. Die so entstandene Instrumentation ist eine gelungene Annäherung an die Originalpartitur Verdis. Die Reduzierung des Orchesters auf rund 20 Musiker*innen schafft Raum für ungewöhnliche und individuelle Klangfarben und die Fokussierung auf die Figur der Violetta lässt das Werk als ebenso stringente wie spannungsreiche Erzählung in einem neuen Licht erscheinen.

Wegen der besonderen Umstände bitten wir freundlichst zur Kenntnis zu nehmen, dass bei dieser Produktion kein Nacheinlass möglich ist.

Wir danken Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung, für die Unterstützung dieser Produktion.


Pressestimmen
Opernwelt, Jürgen Otten
Und die russische Sopranistin Vlada Borovko die ideale Besetzung ist, mit ihrem fein phrasierenden, in der Höhe gleißenden Sopran, ihrem hemmungslosen, geradezu existenziellen Spiel, das die ganze Verzweiflung einer Frau abbildet, die von der Gesellschaft verabscheut wird und sich nun, das Ende vor Augen, in eine Scheinwelt flüchtet, in der es aber auch keine Schönheit gibt. Sondern nur leisen Schauder und stummen Schrecken.
zur Kritik (kostenpfl.)
1. November 2020
Opernglas, K. G. v. Karais
Die Schönheit der Soli, der Duette blieb gewahrt; die Zwischenspiele und Parlando-Übergänge ungemein dicht und spannungsgeladen. Verdi erglänzte in neuem Licht. ln unaufdringlicher Manier führte Bruno Klimek (Regie) seine Protagonisten durch das pausenlose Stück.
zur Kritik (kostenpfl.)
1. November 2020
Die Deutsche Bühne, Andreas Berger
Generalmusikdirektor Francesco Angelico am Pult hat ein Händchen für diese Zartheit, meidet wie Ciceri das Schroffe. Seine Überschreibung ist sehr atmosphärisch, ganz auf Traviatas Seele gerichtet, da ist kein Platz fürs Brindisi. Auch Regisseur Klimek erzählt aus ihrer Sicht, die Gesellschaft entlarvt sich dabei selbst: Wenn in der Ballszene alles um Violettas Beleidigung kreist, umrunden die Solisten die Gedemütigte in einem Zirkel: Sie ist strahlender Mittelpunkt, aber auch umzingelt.
Mehr lesen
21. September 2020
HNA, Dr. Georg Pepl
Wie war's?

Bewegend, beklemmend, avanciert. Eine Sternstunde unter Pandemie-Bedingungen.
Zur HNA-Startseite
21. September 2020
hr2, Dr. Andreas Wicke
Mit der Sopranistin Vlada Borovoko ist die Partie, wie ich finde, ideal und perfekt besetzt. (...) Diese neue Musik, durch die Verdi immer wieder durchschimmert, die meistert Vlada Borovko wirklich bravourös. (...)
ein sehr, sehr interessanter und großartiger Opernabend!
Frühkritik nachhören
21. September 2020
Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer
Ist das nun nichts als reduzierter Verdi? Nein, »L'ultimo sogno« bietet eine neue Sichtweise mit Violetta im Zentrum. Das Mittel der Rückblende wird nicht nachträglich aufgesetzt, es ist stimmig. Bisweilen arbeitet Ciceri realistischer als Verdi: Violettas Sterben ist bei ihm nicht ein romantischer Bühnentod, sondern das Ende eines beklemmend langen, schrecklichen Hustenanfalls, in dem man den Tod als Erlösung empfindet.
zur Kritik (kostenpfl.)
21. September 2020
Orpheus, Claus-Ulrich Heinke
Bei aller hohen Qualität des gesamten Solistenensembles und des auf dem Rang positionierten Chores, gehört der Abend der überragenden Vlada Borovko. Die russische
Sopranistin gehört zu den Shootingstars der internationalen Opernszene.