5. Sinfoniekonzert

Werke von Franz Liszt und Richard Strauss
4. Februar 2019

Besetzung
Musikalische Leitung
Choreinstudierung
Damen des Opernchores
Extrachor des Staatstheaters Kassel
Damen des Opernchores
Opernchor des Staatstheaters Kassel
Programm
Franz Liszt
Eine Sinfonie zu Dantes »Divina Commedia«
Richard Strauss
Tod und Verklärung op. 24

»Es war vor sechs Jahren, als mir der Gedanke auftauchte, die Todesstunde eines Menschen, der nach den höchsten Zielen gestrebt hatte, also wohl eines Künstlers, in einer Tondichtung darzustellen,« erinnerte sich Richard Strauss – als er Tod und Verklärung schrieb, stand der erst 25-jährige Komponist am Anfang seiner großen Karriere. Richard Strauss und Franz Liszt hatten sich dazu entschlossen, der von Richard Wagner postulierten Grundsätze der »Neudeutschen Schule« zu folgen und den Weg der Programmmusik weiterzugehen, die »Musik der Zukunft« wie sie Franz Liszt einmal nannte. Liszt blieb, anders als Strauss, bei seinen großen Sinfonischen Dichtungen jedoch viel allgemeiner im Detail, immer sehr nah an literarischen Vorlagen. Strauss hingegen ging es noch viel mehr um Emotionen und Gefühle. Liszt, lange Jahre als Klaviervirtuose durch ganz Europa gereist, war einer der produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts, er schuf auf dem Gebiet der orchestralen und programmatischen Sinfonischen Dichtung große stilbildende Werke, die vielen Komponisten, auch Richard Strauss, als Vorbild dienten. Seine großangelegte Dante-Sinfonie, nach der »Göttlichen Komödie« des italienischen Dichters, sprengt die Form der Sinfonischen Dichtung, weswegen man sie auch als »Dichtungs-Sinfonie« bezeichnet.