6. Sinfoniekonzert | Karfreitagskonzert

Giuseppe Verdi: Messa da Requiem
19. April 2019

Programm
Giuseppe Verdi
Messa da Requiem

Giuseppe Verdi schuf mit seinem Requiem ein Werk, das an Popularität bis heute nichts verloren hat. Großartige Chöre und eindrucksvolle Arien wechseln sich dabei ab. Eine himmlische Musik, die schon zu Verdis Lebzeiten seinem Schöpfer große Anerkennung zuteilwerden ließ. »Es ist das Werk eines Genies!«, äußerte sich hierzu Johannes Brahms. Als Verdi 1873 seinem Verleger Giulio Ricordi seinen Wunsch nach einer Komposition einer Totenmesse mitteilt, war wenige Tage vorher der 88-jährige Alessandro Manzoni gestorben, einer der bedeutendsten Dichter Italiens. Der Schock saß bei Verdi sehr tief. Als 16-Jähriger las Verdi Manzonis »I promessi sposi« (»Die Brautleute«), welches er als bedeutendsten Roman seiner Zeit ansah. Er hatte es neben der Bibel und Dantes »Divina Commedia« (»Göttliche Komödie«) auf seinen Reisen immer bei sich. Verdi lernte Manzoni im Juni 1868 persönlich kennen, dieses Treffen hinterließ großen Eindruck bei ihm. »Auch ich möchte bezeugen, wieviel Liebe und Verehrung ich jenem Großen entgegenbrachte und entgegenbringe ...« schrieb er an Ricordi und begann seine Pläne in die Tat umzusetzen. Verdi ist als akribischer Arbeiter bekannt und überließ nichts dem Zufall, nachdem er seit Jahrzehnten keine kirchenmusikalischen Werke komponiert hatte, studierte er begleitend zu seiner Komposition die bedeutendsten Totenmessen der damaligen Zeit sehr genau. Die Mailänder Uraufführung war ein großer Erfolg. Zeitgenössische Dokumente berichten von frenetischem Beifall des Publikums, wie bei Verdis berühmtesten Opern, weiter heißt es da: »Mailand feiert Manzoni, Verdi und sich selbst«.